<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://www.borderline-zone.org/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Petervatter+tw8gj87k</id>
	<title>Borderline Zone - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://www.borderline-zone.org/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Petervatter+tw8gj87k"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/Petervatter_tw8gj87k"/>
	<updated>2026-04-28T17:00:30Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.42.3</generator>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=MediaWiki:Commons.css&amp;diff=357</id>
		<title>MediaWiki:Commons.css</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=MediaWiki:Commons.css&amp;diff=357"/>
		<updated>2024-07-07T06:09:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: Die Seite wurde neu angelegt: „.myTableClass td {     text-align: left; }“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;.myTableClass td {&lt;br /&gt;
    text-align: left;&lt;br /&gt;
}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Drogen&amp;diff=154</id>
		<title>Drogen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Drogen&amp;diff=154"/>
		<updated>2023-05-19T06:12:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: /* Alkohol */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Drogen im Zusammenhang mit Borderline-Störung, Narzissmus, ADHS, Depression, Ess-Störung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alle Substanzen die, ob natürlich oder chemisch, inklusive Alkohol, die Gefühlslage verändern, eine Dosissteigerung erfordern und in eine Sucht (Abhängigkeit) führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Hanfprodukte&lt;br /&gt;
| (Cannabis) wie Haschisch und Marihuana)  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Halluzinogene&lt;br /&gt;
| wie LSD, Meskalin, Psilocybin, Phencyclidin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stimulantien&lt;br /&gt;
| [[Kokain]], [[Crack]], [[Ecstasy]], [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sedative Hypnotika&#039;&lt;br /&gt;
| Barbiturate, Benzodiazepine (Medikamente)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Opiate]] oder Morphiate&lt;br /&gt;
| Opium, dessen Derivate, Morphium, Heroin, viele Schmerzmittel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meskalin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meskalin ist ein wasserlösliches Alkaloid aus dem mexikanischen Peyotlkaktus, der auch im südlichen Nordamerika vorkommt. Der Kaktus wurde von den Indianerstämmen in frischer Form oder als getrocknete Kaktusscheiben verzerrt. Er diente damals als religiöses Sakrament. 1918 wurde der Kaktus erstmals chemisch synthetisiert und im Jahr 1927 entstand die erste ausführliche Arbeit über Meskalin von Aldous Huxley mit dem Titel &amp;amp;quot;Die Pforten der Wahrnehmung&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meskalin ähnelt dem Noradrenalin oder Dopamin. Seine Wirkung tritt nach circa 20 Minuten ein und kann bis zu 12 Stunden andauern. Schon 5 mg/ kg Körpergewicht reichen aus um einen guten Trip zu haben. Meskalin wird schnell und vollständig resorbiert, so dass man es in unveränderter Form wieder ausscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psilocybin (Psyocin) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Pilze oder &amp;amp;quot;magic mushrooms&amp;amp;quot; wie sie auch bezeichnet werden, wachsen auf Kuhfladen. Sie werden ebenfalls in frischer oder getrockneter Form verzerrt. Es gibt etwa 15 verschiedene Arten, wobei der bekannteste der Psilocybe Mexikaner ist. Die Pilze wurden erstmals von Gordon Woson beschrieben. Da es sich bei Pilzen um pflanzliche Drogen handelt, kann der Wirkstoffgehalt sehr unterschiedlich sein. Die Wirkung ist aber doppelt so stark wie Meskalin, jedoch 200 mal schwächer als LSD. Sie tritt nach circa 30 - 40 Minuten ein, dabei reichen ungefähr 20 mg Pilze für einen guten Trip aus. Psilocybin ähnelt dem Serotonin. Der eigentliche halluzinogene Wirkstoff entsteht erst im Darm, wenn Psilocybin zu Psilocin umgewandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LSD (Lysergsäurediethylamid) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LSD ist ein Derivat der Lysergsäure, die als natürlicher Bestandteil der Mutterkornalkaloide vorkommt. LSD wurde 1938 aus versehen von Albert Hofmann gefunden. Er wollte eigentlich ein gynäkologisches Mittel entwickeln und hat dabei LSD synthetisiert. In der Medizin wird die Lysergsäure nämlich als wehenfördernd und zur Behandlung von Migräne eingesetzt. 1943 hat Hofmann zufällig eine Spur LSD in den Mund bekommen und somit seinen ersten Trip erlebt. Seine Erfahrungen dabei hat er in dem Buch &amp;amp;quot;LSD - Mein Sorgenkind&amp;amp;quot; niedergeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1948 gab es dann die erste LSD-Studie am Menschen und in den 50er Jahren verschickte man LSD-Proben zu Forschungszwecken. Anfang der 60er verbreitete sich der LSD-Konsum vorrangig auch an Unis. LSD wird oral in Form von Pillen oder Pappen aufgenommen, wobei Pillen stärker wirken als Pappen. Es gibt auch flüssiges LSD, was als &amp;amp;quot;liquid acid&amp;amp;quot; bezeichnet wird. Die normale Dosis liegt bei 200 mg/ kg Körpergewicht, doch heute wird mit circa 150 mg/ kg Körpergewicht weitaus niedriger dosiert. Die Wirkung tritt nach etwa 30-40 Minuten ein und dauert ungefähr 6-8 Stunden an. LSD ist extrem lipidlöslich und hat seine höchste Konzentration in der Leber. Das Maximum der Dosis ist nach 3 Stunden im Blut festzustellen, doch mit normalen Verfahren kann man es kaum nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Halluzinogene zweiter und dritter Ordnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halluzinogene zweiter und dritter Ordnung sind weniger psychedelisch und auch nicht bewusstseinserweiternd. Zur zweiten Ordnung gehören Hexenkräuter, Atropin, Alraune, DOM (Amphetaminverbindung) und DNT (exotische Pflanzen zur Herstellung von Schnupfpulver).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ololiuqui (Samen einer Trichterpflanze), Alanjaska (Rinde einer Liane), Ketamin (Narkosemittel), MDMA (Ecstasy) und die sogenannten &amp;amp;quot;Designerdrogen&amp;amp;quot; gehören zu den Halluzinogenen dritter Ordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonderstellung unter den Drogen da er die gesamte Palette abdecken kann. Sofortige Überwindung der Bluthirnschranke, Zellgift,  Nervengift. Im Gegensatz zu den meisten anderen Drogen oder Medikamenten, je nach Menge und Gebrauch, keine zielgerichtete Wirkung. Wie die meisten Drogen Bewusstseinsverändernd und nach längerem Gebrauch Persönlichkeitsverändernd. Je nach Grundstimmung stimulierend ab x/prom. ermüdende Wirkung. Rauschzustand in der Regel  ab 0,85- 1 Prom. Neokortex wird zu erst gelähmt (Sitz der Logik, des Verstandes), Aktivierung des limbischen Systems (Gefühls, Belohnungssystem). Alkohol hebt somit die kognitiven Sperren auf und bildet eine Enthemmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgende Tabelle bezieht sich auf einen Mann 67 Kg ohne Alkoholgewöhnung und normalem Essverhalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bis 0,3 prom. gewöhnlich keine Wirkung&lt;br /&gt;
* bis 0,6 prom. Wärme, Entspannung, Hochgefühl, mögliche leichte motorische Beeinträchtigung&lt;br /&gt;
* bis 0,9 prom. enthemmte Verhaltensweise, übertriebene Gefühle (Emotionalität), motorische Beeinträchtigung, Beginn Rauschzustand, Verzerrte Wahrnehmung&lt;br /&gt;
* bis 1,2 prom. erratisches Verhalten, Taumeln, starke motorische Einschränkung, undeutliches Sprechen&lt;br /&gt;
* bis 2,5 prom. schwere Wahrnehmungsstörung und Bewegungsstörungen, Bewußtseinsverlust (ohnmächtig werden)&lt;br /&gt;
* 4-5,0 prom. totaler Stupor oder Tod&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Übersicht über den Zeitraum bis Alkohol in die Abhängigkeit führen kann. Für Alkohol spielt das Einstiegsalter eine große Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein 25 - jähriger wird nach ca. 10-12 Jahren abhängig, ein 20- jähriger nach ca. 5 Jahren, ein 15- jähriger nach ca. 6 Monaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der vorangegangenen Seite sehen Sie das Alkohol sich vom Prinzip her nirgendwo einordnen läßt. Doch betrachten wir uns erst einmal eingehender den Alkohol an sich. Welche Auswirkungen er hat habe ich in vorgehender Seite nur kurz dargelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Alkohol seit Menschen Gedenken existiert und verkonsumiert wird besitzen wir keine genauen Erkenntnisse über die Wirkung auf das Bewusstsein. Dennoch ist Alkohol eine der wenigen bewusstseinsverändernden Drogen die definierte Auswirkungen auf das Verhalten hat. Die Tatsache das die Alkoholblutkonzentration relativ genau und präzise errechnet werden kann läßt uns den Grad der Bewusstseinsveränderung objektiv erscheinen. Dennoch bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen es ist ein Zellgift welches jede einzelne Zelle in unserem Körper angreift, insofern ein Nervengift, denn es verursacht Nervenlähmungen. Er überwindet ohne Schwierigkeiten die Bluthirnschranke und gelangt somit direkt in unser Gehirn. Wir wissen das er in den biochemischen Hirnstoffwechsel eingreift, das er zuerst die kognitiven Sperren aushebelt da er zuerst den Neokortex (Großhirn) lähmt, das limbischen System, in dem unsere Gefühle und Belohnungssysteme liegen, aktiviert. Wir kennen die chemische Zusammensetzung (C2H5OH). Wir wissen er entsteht durch Gärung von Zucker, wobei der Zucker durch Hefe in Äthanol und Kohlendioxyd umgewandelt wird. Wir wissen er ist leichter als Wasser und verdampft bei ca. 78 Grad Celsius. (Jetzt werden viele grinsen und sich sagen &amp;amp;quot;ach so deshalb schwitze ich immer so&amp;amp;quot;). Nun gar nicht so unrecht. Alkohol löst sich nur im Wasser, das heißt nur in unseren wasserhaltigen Körperteilen. Wir wissen er hat eine desinfizierende Wirkung (innen wie außen) und (jetzt leuchten viele Augen) der Name kommt aus dem Arabischen und heißt übersetzt &amp;amp;quot; das Feinste&amp;amp;quot;.  Vielleicht meinten sie ja &amp;amp;quot;die feinste aller Drogen&amp;amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen er verändert bei längerem Missbrauch die gesamte Persönlichkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alkohol ist eine Droge, die zur Abhängigkeit vom Typ Barbiturate / Tranquilizer führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum aber nun reagieren die Menschen so unterschiedlich auf Alkohol?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktoren wie Mann oder Frau, Eßgewohnheiten (Bulimie, Anorexie), was wann gegessen wurde, Trinkgeschwindigkeit, Trinkgewohnheit, der psychische Zustand (Streß), algemeinbefindlicher Zustand (grippaler Infekt, Periode der Frau), werden Medikamente genommen, spielen eine große Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unterschiedlich die Menschen sind so unterschiedlich wirkt der Alkohol auf sie. Er wirkt wie bereits erwähnt wie ein Deckel und läßt bis dahin nicht zu zulassende Gefühle, Ängste, Unterdrücktes (Suppression) zu. Er läßt das tiefste Innerste zu Tage treten und macht wie keine andere Droge unberechenbar (borderlinig). Hier liegt auch der Fehler vieler Ärzte die [[Borderline-Störung]] diagnostizieren obwohl ein Alkoholmissbrauch vorliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fakt ist das wenn Alkohol in einer Borderlinebeziehung vorhanden ist, welches zu 90% der Fall ist, die extremen Strukturen noch einmal potenziert werden und der Borderliner in der Regel das letzte Stückchen seiner Kontrolle verliert. Gewisse Medikamente (Morphine, Benzodiazepine, Barbiturate) docken an die gleichen Rezeptoren im Hirn an wie Alkohol. Da Alkohol wie keine andere Droge borderlinig (instabil) macht potenziert sich die Wirkung um ein vielfaches bei gleichzeitigem Tablettenmissbrauch. Hierfür gibt es keine Berechnungen. Das heißt nun nicht das wenn Sie trinken (Alkohol missbrauchen) zum Borderliner werden, auf jeden Fall werden Sie instabil und gereizt. Alkohol verstärkt nicht nur die bestehende Gemütsverfassung sondern läßt auch die unterschwelligen Gefühle und Emotionen zu Tagen treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Ihre Alkoholkonzentration zu berechnen verwenden Sie folgende Formel:                               &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Blutalkoholkonzentration (Promille) = getrunkene Menge (in Gramm Alkohol) / Körpergewicht in kg x 0,7&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
140g :70 kg x 0,7  = 1,7 Promille  (bei 4 Stunden Trinkzeit a 7 x 0,5 Liter Bier) haben Sie 1,3 Promille (männl.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der männliche Körper baut pro Stunde 0,1 Promille ab. Für die Frau gilt 0,08 Promille. D.h. Sie müssen natürlich die Zeit die Sie benötigt haben um 140 g Alkohol zu trinken wieder abziehen. Im obigen Beispiel nehmen wir Bier an. 0,5 L enthalten 20g Alkohol. D.h. 7 halbe Liter.  Wenn Sie 4 Stunden dafür brauchen wäre Ihr Ergebnis 1,3 Promille. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Faustregel gilt pro Stunde länger (langsamer) trinken minus 0,1 prom. Pro Stunde kürzer (schneller) plus 0,1 prom. Pro 10 Kilo mehr Körpergewicht minus 0,1 prom. Pro 10 Kilo weniger Körpergewicht plus 0,1 prom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie erwähnt spielen die angeführten obigen Faktoren eine weitere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhaltspunkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Bier &lt;br /&gt;
| 5 Vol%&lt;br /&gt;
| 0,5 l = 20g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wein&lt;br /&gt;
| 10 Vol%&lt;br /&gt;
| 0,125 l = 10-13g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sekt&lt;br /&gt;
| 12 Vol%&lt;br /&gt;
| 0,1 l = 10g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Likör&lt;br /&gt;
| 30 Vol%&lt;br /&gt;
| 4cl = 9g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Korn&lt;br /&gt;
| 32 Vol%&lt;br /&gt;
| 4cl = 10g &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wodka, Gin&lt;br /&gt;
| 40 Vol%&lt;br /&gt;
| 4cl = 13g&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: macht Alkohol dick? Eindeutig ja. 1 Gramm Alkohol hat einen Brennwert von 29 KJ. Also einen erheblichen Nährwert gegenüber anderen Drogen. Ein Liter Bier entspricht also 2000 kJ. Das sind 20% des Energiebedarfs eines Mannes mit mäßiger körperlicher Betätigung. Den gleichen Brennwert besitzt ungefähr 0,7 l Wein oder 5 doppelte Weinbrand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Überfluss an Energie speichert der Körper als Fett. (für die schlechten Zeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Zunehmender Trunkenheit verwandeln sich Phantasien und die Illusion &amp;amp;quot;einer persönlichen Art von Macht&amp;amp;quot; leicht in Aggressivität und Gewalt. Das zunehmende Selbstvertrauen in mäßigen bis starken Rauschzuständen, bei gleichzeitiger verminderter Leistungs- und kognitiven Fähigkeit, macht Alkohol zu einer wirklich gefährlichen Droge. Obwohl Alkohol eine so gefährliche Droge ist, der Staat jährlich mehr als das 4-6 Fache an Geld für ärztliche Leistungen / Schäden aufbringen muß die durch diese Droge entstehen unterliegt er nicht dem BTM-Gesetz. Und auf keiner Flasche werden Sie das Totenkopfsymbol &amp;amp;quot;Vorsicht Gift&amp;amp;quot; oder &amp;amp;quot; die EU-Gesundheitsminister .... Alkohol gefährdet Ihre Gesundheit, zerstört Ihre Familie etc&amp;amp;quot; finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keiner von Ihnen würde je auf den Gedanken kommen verdünnte Salzsäure zu trinken oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also eine legale Droge deren Einnahme bis zu einem gewissen Grad (bis zum sozialem Abrutsch) von der Gesellschaft akzeptiert und sogar gefördert wird.  Dann ist er ausgestoßen und es wird mit dem Finger auf ihn gezeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medikamente, Beruhigungsmittel (Barbiturate, Morphine, Tanquilizer, Opiate) unterliegen dem BTM-Gesetz, sind verschreibungspflichtig und werden somit legalisiert. Die Suchtgefährdung gegenüber Alkohol liegt wesentlich höher. (Tavor 5-6 Wochen) und die Wirkung ist selbige oder ähnlich da sie im Gehirn an die gleichen Rezeptoren andocken. Die Dunkelziffer des offiziellen Medikamentenmissbrauchs liegt ca. 4-5  mal höher als die des Alkohols. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch die Akzeptanz dieses Mißbrauchs ist in der Gesellschaft wesentlich höher als der gegenüber Alkohol. Obwohl Alkohol- Medikamenten oder anderer Drogenmissbrauch auf einer Linie liegen, unterscheidet die Gesellschaft anhand dessen was sie sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Medikamenten-missbräuchler -abhängigen ist es leicht die Dinge für sich selbst oder der Umwelt zu rationalisieren oder zu verstecken. (Siehe [[Fallbeispiel M.]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Wechselwirkung Alkohol-Schmerzmittel-Amphetamine hilft es in komplementären Grenzen, zum anderen es in akzeptablen sozialen Grenzen zu halten oder unbemerkt zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchterzeugende Mittel haben immer die Eigenschaft das eine Dosissteigerung erforderlich ist um die gleiche Wirkung / Zustand zu erzielen. Dies gilt natürlich nicht wenn Sie auf den Trichter wie [[Fallbeispiel M.]] kommen. Sucht oder Missbrauch muß nicht immer mit dem sozialen Abstieg einher gehen oder enden, im Gegenteil, wie im Falle von  M. zu sehen. Hier wird durch die Verkettung der drei Störungen (Kaskadenstörung) und die Wechselwirkung des Alkohol-Medikamentenmissbrauchs ein psychischer Zusammenbruch die Folge sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenze zwischen Missbrauch und Abhängigkeit ist fliesend. So spricht man auch von der körperlichen und der psychischen oder psychisch-körperlichen Abhängigkeit. Die Behandlung der körperlichen Abhängigkeit ist nicht schwierig und meist reichen ein paar Wochen dafür. Die Behandlung der psychischen dagegen gestaltet sich als äußerst schwierig. Sie erfordert zum einen langen Zeitraum (mind. 2 Jahre) und zum anderen das Herausfinden der Urstörung / Ursachen (z.B. [[ADHS]], [[Borderline-Störung]], [[Histrionische Störung]] etc.) Das heißt es nützt dem Betreffenden nichts wenn er auf Alkohol / Medikamentensucht behandelt wird und das ursächliche Problem nicht gefunden und therapiert wird (Ursache - Wirkungsprinzip).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg in den Missbrauch ist vielfältig und bei Alkohol ist er sehr vielschichtiger als bei anderen Drogen. Untersuchungen zu Folge benutzen die jenigen die später im Missbrauch oder in der Abhängigkeit landen [[Alkohol]] erst einmal als Medizin, als Medikament um innere Leere, Wut, Zorn, Hilflosigkeit, Angst, Depression, Melancholie zu bekämpfen, oder um eine schnelle Möglichkeit zu finden Emotionen zu dämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Depression]], innere Leere und Melancholie ist zu erwähnen das der Alkohol hier als 2 Phasengift wirkt. Erst hebt erst die Stimmung dann wird der ursprüngliche Zustand um so schlimmer. Untersuchungen haben hier ergeben das je tiefer die vorangegangene Depression war desto stärker war die Sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halluzinogene heben die Feedbackschleifen im Gehirn auf. Die emotionale Reaktion auf die Sinnesreize (Emotionalität) wird verändert, da das limbische System im Stamm- und Zwischenhirn andere Wege nehmen muss als üblich. Des weiteren ist im Gehirn der thalamische Filter abgeschaltet. Die rechte Hirnhemisphäre ist aktiver als sonst, so dass beide ungefähr die gleiche Aktivität haben. Normalerweise ist die linke Hemisphäre stärker aktiv als die rechte. Wie sich diese Veränderungen bei jedem einzelnen auswirken, ist unberechenbar. Die Wahrnehmungen werden verändert und intensiviert. Man muss viele Eindrücke auf einmal verarbeiten. Es kommt zu optischen Täuschungen bzw. Verzerrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeiträume erscheinen einem länger, die Zeit scheint unendlich zu sein. Mimik und Gestik werden verstärkt wahrgenommen und der Zugang zum Unterbewußtsein öffnet sich. Es tritt neben einem gesteigerten Einfühlungsvermögen auch eine starke Veränderung des Selbstgefühls (Bewußtseinsveränderung) auf - alles verschwimmt und verändert sich. In- und Output sind ebenfalls gesteigert. Die Person kann euphorisch und traurig gleichzeitig sein, was man als paradoxe Gefühle bezeichnet. Eine weitere Wirkung ist die Miterregung eiens Sinnesorgans bei Reizung eines anderen.. Man hört zum Beispiel Musik und sieht Bilder dazu oder das Telefon klingelt und man sieht die Klingel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reize sind besonders intensiviert vor allem der Schmerzreiz. Es kommt zur psychischen Gewohnheit. Speziell auf die Sprache wirken sich die Halluzinogene auch aus. Die Wirkungen sind martikulierbar, das heißt man kann es nicht beschreiben bzw. in Worte fassen, was man erlebt. Wörter haben plötzlich ganz andere Bedeutungen. Man geht zur nonverbalen Kommunikation über, da man sowieso schneller denkt als spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch mitunter kann es auch zu Verwirrtheitszuständen und Ängsten kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* [[Entstehung der Sucht]]&lt;br /&gt;
* [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
* [[Kokain]]&lt;br /&gt;
* [[Hallozinogene]]&lt;br /&gt;
* [[Opiate]]&lt;br /&gt;
* [[Alkohol]]&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Leitlinien Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Persönlickeitsstörung]]&lt;br /&gt;
* [[Liebe und Hass]]&lt;br /&gt;
* [[Die Biochemie des Gehirns]]&lt;br /&gt;
* [[Schlaf &amp;amp;amp; Traum]]&lt;br /&gt;
* [[Derpression]]&lt;br /&gt;
* [[Trauma und postraumatisches Belastungssyndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Dissoziation]]&lt;br /&gt;
* [[Esstörungen]]&lt;br /&gt;
* [[was ist ADS? / ADHS Einleitung]]&lt;br /&gt;
* [[Angststörungen]]&lt;br /&gt;
* [[Therapieformen]]&lt;br /&gt;
* [[ICD-10]]&lt;br /&gt;
* [[DSM-IV]]&lt;br /&gt;
* [[Begriffsdefinitionen]]&lt;br /&gt;
* [[Selbsthilfe]]&lt;br /&gt;
* [[Tal der Tränen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Drogen&amp;diff=153</id>
		<title>Drogen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Drogen&amp;diff=153"/>
		<updated>2023-05-19T06:11:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: Die Seite wurde neu angelegt: „== Drogen im Zusammenhang mit Borderline-Störung, Narzissmus, ADHS, Depression, Ess-Störung ==  alle Substanzen die, ob natürlich oder chemisch, inklusive A…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Drogen im Zusammenhang mit Borderline-Störung, Narzissmus, ADHS, Depression, Ess-Störung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alle Substanzen die, ob natürlich oder chemisch, inklusive Alkohol, die Gefühlslage verändern, eine Dosissteigerung erfordern und in eine Sucht (Abhängigkeit) führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Hanfprodukte&lt;br /&gt;
| (Cannabis) wie Haschisch und Marihuana)  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Halluzinogene&lt;br /&gt;
| wie LSD, Meskalin, Psilocybin, Phencyclidin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stimulantien&lt;br /&gt;
| [[Kokain]], [[Crack]], [[Ecstasy]], [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sedative Hypnotika&#039;&lt;br /&gt;
| Barbiturate, Benzodiazepine (Medikamente)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Opiate]] oder Morphiate&lt;br /&gt;
| Opium, dessen Derivate, Morphium, Heroin, viele Schmerzmittel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meskalin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meskalin ist ein wasserlösliches Alkaloid aus dem mexikanischen Peyotlkaktus, der auch im südlichen Nordamerika vorkommt. Der Kaktus wurde von den Indianerstämmen in frischer Form oder als getrocknete Kaktusscheiben verzerrt. Er diente damals als religiöses Sakrament. 1918 wurde der Kaktus erstmals chemisch synthetisiert und im Jahr 1927 entstand die erste ausführliche Arbeit über Meskalin von Aldous Huxley mit dem Titel &amp;amp;quot;Die Pforten der Wahrnehmung&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meskalin ähnelt dem Noradrenalin oder Dopamin. Seine Wirkung tritt nach circa 20 Minuten ein und kann bis zu 12 Stunden andauern. Schon 5 mg/ kg Körpergewicht reichen aus um einen guten Trip zu haben. Meskalin wird schnell und vollständig resorbiert, so dass man es in unveränderter Form wieder ausscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psilocybin (Psyocin) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Pilze oder &amp;amp;quot;magic mushrooms&amp;amp;quot; wie sie auch bezeichnet werden, wachsen auf Kuhfladen. Sie werden ebenfalls in frischer oder getrockneter Form verzerrt. Es gibt etwa 15 verschiedene Arten, wobei der bekannteste der Psilocybe Mexikaner ist. Die Pilze wurden erstmals von Gordon Woson beschrieben. Da es sich bei Pilzen um pflanzliche Drogen handelt, kann der Wirkstoffgehalt sehr unterschiedlich sein. Die Wirkung ist aber doppelt so stark wie Meskalin, jedoch 200 mal schwächer als LSD. Sie tritt nach circa 30 - 40 Minuten ein, dabei reichen ungefähr 20 mg Pilze für einen guten Trip aus. Psilocybin ähnelt dem Serotonin. Der eigentliche halluzinogene Wirkstoff entsteht erst im Darm, wenn Psilocybin zu Psilocin umgewandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LSD (Lysergsäurediethylamid) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LSD ist ein Derivat der Lysergsäure, die als natürlicher Bestandteil der Mutterkornalkaloide vorkommt. LSD wurde 1938 aus versehen von Albert Hofmann gefunden. Er wollte eigentlich ein gynäkologisches Mittel entwickeln und hat dabei LSD synthetisiert. In der Medizin wird die Lysergsäure nämlich als wehenfördernd und zur Behandlung von Migräne eingesetzt. 1943 hat Hofmann zufällig eine Spur LSD in den Mund bekommen und somit seinen ersten Trip erlebt. Seine Erfahrungen dabei hat er in dem Buch &amp;amp;quot;LSD - Mein Sorgenkind&amp;amp;quot; niedergeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1948 gab es dann die erste LSD-Studie am Menschen und in den 50er Jahren verschickte man LSD-Proben zu Forschungszwecken. Anfang der 60er verbreitete sich der LSD-Konsum vorrangig auch an Unis. LSD wird oral in Form von Pillen oder Pappen aufgenommen, wobei Pillen stärker wirken als Pappen. Es gibt auch flüssiges LSD, was als &amp;amp;quot;liquid acid&amp;amp;quot; bezeichnet wird. Die normale Dosis liegt bei 200 mg/ kg Körpergewicht, doch heute wird mit circa 150 mg/ kg Körpergewicht weitaus niedriger dosiert. Die Wirkung tritt nach etwa 30-40 Minuten ein und dauert ungefähr 6-8 Stunden an. LSD ist extrem lipidlöslich und hat seine höchste Konzentration in der Leber. Das Maximum der Dosis ist nach 3 Stunden im Blut festzustellen, doch mit normalen Verfahren kann man es kaum nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Halluzinogene zweiter und dritter Ordnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halluzinogene zweiter und dritter Ordnung sind weniger psychedelisch und auch nicht bewusstseinserweiternd. Zur zweiten Ordnung gehören Hexenkräuter, Atropin, Alraune, DOM (Amphetaminverbindung) und DNT (exotische Pflanzen zur Herstellung von Schnupfpulver).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ololiuqui (Samen einer Trichterpflanze), Alanjaska (Rinde einer Liane), Ketamin (Narkosemittel), MDMA (Ecstasy) und die sogenannten &amp;amp;quot;Designerdrogen&amp;amp;quot; gehören zu den Halluzinogenen dritter Ordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonderstellung unter den Drogen da er die gesamte Palette abdecken kann. Sofortige Überwindung der Bluthirnschranke, Zellgift,  Nervengift. Im Gegensatz zu den meisten anderen Drogen oder Medikamenten, je nach Menge und Gebrauch, keine zielgerichtete Wirkung. Wie die meisten Drogen Bewusstseinsverändernd und nach längerem Gebrauch Persönlichkeitsverändernd. Je nach Grundstimmung stimulierend ab x/prom. ermüdende Wirkung. Rauschzustand in der Regel  ab 0,85- 1 Prom. Neokortex wird zu erst gelähmt (Sitz der Logik, des Verstandes), Aktivierung des limbischen Systems (Gefühls, Belohnungssystem). Alkohol hebt somit die kognitiven Sperren auf und bildet eine Enthemmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgende Tabelle bezieht sich auf einen Mann 67 Kg ohne Alkoholgewöhnung und normalem Essverhalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bis 0,3 prom. gewöhnlich keine Wirkung&lt;br /&gt;
* bis 0,6 prom. Wärme, Entspannung, Hochgefühl, mögliche leichte motorische Beeinträchtigung&lt;br /&gt;
* bis 0,9 prom. enthemmte Verhaltensweise, übertriebene Gefühle (Emotionalität), motorische Beeinträchtigung, Beginn Rauschzustand, Verzerrte Wahrnehmung&lt;br /&gt;
* bis 1,2 prom. erratisches Verhalten, Taumeln, starke motorische Einschränkung, undeutliches Sprechen&lt;br /&gt;
* bis 2,5 prom. schwere Wahrnehmungsstörung und Bewegungsstörungen, Bewußtseinsverlust (ohnmächtig werden)&lt;br /&gt;
* 4-5,0 prom. totaler Stupor oder Tod&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Übersicht über den Zeitraum bis Alkohol in die Abhängigkeit führen kann. Für Alkohol spielt das Einstiegsalter eine große Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein 25 - jähriger wird nach ca. 10-12 Jahren abhängig, ein 20- jähriger nach ca. 5 Jahren, ein 15- jähriger nach ca. 6 Monaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der vorangegangenen Seite sehen Sie das Alkohol sich vom Prinzip her nirgendwo einordnen läßt. Doch betrachten wir uns erst einmal eingehender den Alkohol an sich. Welche Auswirkungen er hat habe ich in vorgehender Seite nur kurz dargelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Alkohol seit Menschen Gedenken existiert und verkonsumiert wird besitzen wir keine genauen Erkenntnisse über die Wirkung auf das Bewusstsein. Dennoch ist Alkohol eine der wenigen bewusstseinsverändernden Drogen die definierte Auswirkungen auf das Verhalten hat. Die Tatsache das die Alkoholblutkonzentration relativ genau und präzise errechnet werden kann läßt uns den Grad der Bewusstseinsveränderung objektiv erscheinen. Dennoch bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen es ist ein Zellgift welches jede einzelne Zelle in unserem Körper angreift, insofern ein Nervengift, denn es verursacht Nervenlähmungen. Er überwindet ohne Schwierigkeiten die Bluthirnschranke und gelangt somit direkt in unser Gehirn. Wir wissen das er in den biochemischen Hirnstoffwechsel eingreift, das er zuerst die kognitiven Sperren aushebelt da er zuerst den Neokortex (Großhirn) lähmt, das limbischen System, in dem unsere Gefühle und Belohnungssysteme liegen, aktiviert. Wir kennen die chemische Zusammensetzung (C2H5OH). Wir wissen er entsteht durch Gärung von Zucker, wobei der Zucker durch Hefe in Äthanol und Kohlendioxyd umgewandelt wird. Wir wissen er ist leichter als Wasser und verdampft bei ca. 78 Grad Celsius. (Jetzt werden viele grinsen und sich sagen &amp;amp;quot;ach so deshalb schwitze ich immer so&amp;amp;quot;). Nun gar nicht so unrecht. Alkohol löst sich nur im Wasser, das heißt nur in unseren wasserhaltigen Körperteilen. Wir wissen er hat eine desinfizierende Wirkung (innen wie außen) und (jetzt leuchten viele Augen) der Name kommt aus dem Arabischen und heißt übersetzt &amp;amp;quot; das Feinste&amp;amp;quot;.  Vielleicht meinten sie ja &amp;amp;quot;die feinste aller Drogen&amp;amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen er verändert bei längerem Missbrauch die gesamte Persönlichkeit des Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alkohol ist eine Droge, die zur Abhängigkeit vom Typ Barbiturate / Tranquilizer führen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum aber nun reagieren die Menschen so unterschiedlich auf Alkohol?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktoren wie Mann oder Frau, Eßgewohnheiten (Bulimie, Anorexie), was wann gegessen wurde, Trinkgeschwindigkeit, Trinkgewohnheit, der psychische Zustand (Streß), algemeinbefindlicher Zustand (grippaler Infekt, Periode der Frau), werden Medikamente genommen, spielen eine große Rolle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unterschiedlich die Menschen sind so unterschiedlich wirkt der Alkohol auf sie. Er wirkt wie bereits erwähnt wie ein Deckel und läßt bis dahin nicht zu zulassende Gefühle, Ängste, Unterdrücktes (Suppression) zu. Er läßt das tiefste Innerste zu Tage treten und macht wie keine andere Droge unberechenbar (borderlinig). Hier liegt auch der Fehler vieler Ärzte die [[Borderline-Störung]] diagnostizieren obwohl ein Alkoholmissbrauch vorliegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fakt ist das wenn Alkohol in einer Borderlinebeziehung vorhanden ist, welches zu 90% der Fall ist, die extremen Strukturen noch einmal potenziert werden und der Borderliner in der Regel das letzte Stückchen seiner Kontrolle verliert. Gewisse Medikamente (Morphine, Benzodiazepine, Barbiturate) docken an die gleichen Rezeptoren im Hirn an wie Alkohol. Da Alkohol wie keine andere Droge borderlinig (instabil) macht potenziert sich die Wirkung um ein vielfaches bei gleichzeitigem Tablettenmissbrauch. Hierfür gibt es keine Berechnungen. Das heißt nun nicht das wenn Sie trinken (Alkohol missbrauchen) zum Borderliner werden, auf jeden Fall werden Sie instabil und gereizt. Alkohol verstärkt nicht nur die bestehende Gemütsverfassung sondern läßt auch die unterschwelligen Gefühle und Emotionen zu Tagen treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Ihre Alkoholkonzentration zu berechnen verwenden Sie folgende Formel:                               &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Blutalkoholkonzentration (Promille) = getrunkene Menge (in Gramm Alkohol) / Körpergewicht in kg x 0,7&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;Blutalkoholkonzentration (Promille) = \frac{getrunkene Menge (in Gramm Alkohol)}{Körpergewicht in kg x 0,7&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
140g :70 kg x 0,7  = 1,7 Promille  (bei 4 Stunden Trinkzeit a 7 x 0,5 Liter Bier) haben Sie 1,3 Promille (männl.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der männliche Körper baut pro Stunde 0,1 Promille ab. Für die Frau gilt 0,08 Promille. D.h. Sie müssen natürlich die Zeit die Sie benötigt haben um 140 g Alkohol zu trinken wieder abziehen. Im obigen Beispiel nehmen wir Bier an. 0,5 L enthalten 20g Alkohol. D.h. 7 halbe Liter.  Wenn Sie 4 Stunden dafür brauchen wäre Ihr Ergebnis 1,3 Promille. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Faustregel gilt pro Stunde länger (langsamer) trinken minus 0,1 prom. Pro Stunde kürzer (schneller) plus 0,1 prom. Pro 10 Kilo mehr Körpergewicht minus 0,1 prom. Pro 10 Kilo weniger Körpergewicht plus 0,1 prom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie erwähnt spielen die angeführten obigen Faktoren eine weitere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhaltspunkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Bier &lt;br /&gt;
| 5 Vol%&lt;br /&gt;
| 0,5 l = 20g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wein&lt;br /&gt;
| 10 Vol%&lt;br /&gt;
| 0,125 l = 10-13g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sekt&lt;br /&gt;
| 12 Vol%&lt;br /&gt;
| 0,1 l = 10g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Likör&lt;br /&gt;
| 30 Vol%&lt;br /&gt;
| 4cl = 9g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Korn&lt;br /&gt;
| 32 Vol%&lt;br /&gt;
| 4cl = 10g &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wodka, Gin&lt;br /&gt;
| 40 Vol%&lt;br /&gt;
| 4cl = 13g&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: macht Alkohol dick? Eindeutig ja. 1 Gramm Alkohol hat einen Brennwert von 29 KJ. Also einen erheblichen Nährwert gegenüber anderen Drogen. Ein Liter Bier entspricht also 2000 kJ. Das sind 20% des Energiebedarfs eines Mannes mit mäßiger körperlicher Betätigung. Den gleichen Brennwert besitzt ungefähr 0,7 l Wein oder 5 doppelte Weinbrand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Überfluss an Energie speichert der Körper als Fett. (für die schlechten Zeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Zunehmender Trunkenheit verwandeln sich Phantasien und die Illusion &amp;amp;quot;einer persönlichen Art von Macht&amp;amp;quot; leicht in Aggressivität und Gewalt. Das zunehmende Selbstvertrauen in mäßigen bis starken Rauschzuständen, bei gleichzeitiger verminderter Leistungs- und kognitiven Fähigkeit, macht Alkohol zu einer wirklich gefährlichen Droge. Obwohl Alkohol eine so gefährliche Droge ist, der Staat jährlich mehr als das 4-6 Fache an Geld für ärztliche Leistungen / Schäden aufbringen muß die durch diese Droge entstehen unterliegt er nicht dem BTM-Gesetz. Und auf keiner Flasche werden Sie das Totenkopfsymbol &amp;amp;quot;Vorsicht Gift&amp;amp;quot; oder &amp;amp;quot; die EU-Gesundheitsminister .... Alkohol gefährdet Ihre Gesundheit, zerstört Ihre Familie etc&amp;amp;quot; finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keiner von Ihnen würde je auf den Gedanken kommen verdünnte Salzsäure zu trinken oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also eine legale Droge deren Einnahme bis zu einem gewissen Grad (bis zum sozialem Abrutsch) von der Gesellschaft akzeptiert und sogar gefördert wird.  Dann ist er ausgestoßen und es wird mit dem Finger auf ihn gezeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medikamente, Beruhigungsmittel (Barbiturate, Morphine, Tanquilizer, Opiate) unterliegen dem BTM-Gesetz, sind verschreibungspflichtig und werden somit legalisiert. Die Suchtgefährdung gegenüber Alkohol liegt wesentlich höher. (Tavor 5-6 Wochen) und die Wirkung ist selbige oder ähnlich da sie im Gehirn an die gleichen Rezeptoren andocken. Die Dunkelziffer des offiziellen Medikamentenmissbrauchs liegt ca. 4-5  mal höher als die des Alkohols. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch die Akzeptanz dieses Mißbrauchs ist in der Gesellschaft wesentlich höher als der gegenüber Alkohol. Obwohl Alkohol- Medikamenten oder anderer Drogenmissbrauch auf einer Linie liegen, unterscheidet die Gesellschaft anhand dessen was sie sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Medikamenten-missbräuchler -abhängigen ist es leicht die Dinge für sich selbst oder der Umwelt zu rationalisieren oder zu verstecken. (Siehe [[Fallbeispiel M.]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Wechselwirkung Alkohol-Schmerzmittel-Amphetamine hilft es in komplementären Grenzen, zum anderen es in akzeptablen sozialen Grenzen zu halten oder unbemerkt zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchterzeugende Mittel haben immer die Eigenschaft das eine Dosissteigerung erforderlich ist um die gleiche Wirkung / Zustand zu erzielen. Dies gilt natürlich nicht wenn Sie auf den Trichter wie [[Fallbeispiel M.]] kommen. Sucht oder Missbrauch muß nicht immer mit dem sozialen Abstieg einher gehen oder enden, im Gegenteil, wie im Falle von  M. zu sehen. Hier wird durch die Verkettung der drei Störungen (Kaskadenstörung) und die Wechselwirkung des Alkohol-Medikamentenmissbrauchs ein psychischer Zusammenbruch die Folge sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenze zwischen Missbrauch und Abhängigkeit ist fliesend. So spricht man auch von der körperlichen und der psychischen oder psychisch-körperlichen Abhängigkeit. Die Behandlung der körperlichen Abhängigkeit ist nicht schwierig und meist reichen ein paar Wochen dafür. Die Behandlung der psychischen dagegen gestaltet sich als äußerst schwierig. Sie erfordert zum einen langen Zeitraum (mind. 2 Jahre) und zum anderen das Herausfinden der Urstörung / Ursachen (z.B. [[ADHS]], [[Borderline-Störung]], [[Histrionische Störung]] etc.) Das heißt es nützt dem Betreffenden nichts wenn er auf Alkohol / Medikamentensucht behandelt wird und das ursächliche Problem nicht gefunden und therapiert wird (Ursache - Wirkungsprinzip).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg in den Missbrauch ist vielfältig und bei Alkohol ist er sehr vielschichtiger als bei anderen Drogen. Untersuchungen zu Folge benutzen die jenigen die später im Missbrauch oder in der Abhängigkeit landen [[Alkohol]] erst einmal als Medizin, als Medikament um innere Leere, Wut, Zorn, Hilflosigkeit, Angst, Depression, Melancholie zu bekämpfen, oder um eine schnelle Möglichkeit zu finden Emotionen zu dämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Depression]], innere Leere und Melancholie ist zu erwähnen das der Alkohol hier als 2 Phasengift wirkt. Erst hebt erst die Stimmung dann wird der ursprüngliche Zustand um so schlimmer. Untersuchungen haben hier ergeben das je tiefer die vorangegangene Depression war desto stärker war die Sucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halluzinogene heben die Feedbackschleifen im Gehirn auf. Die emotionale Reaktion auf die Sinnesreize (Emotionalität) wird verändert, da das limbische System im Stamm- und Zwischenhirn andere Wege nehmen muss als üblich. Des weiteren ist im Gehirn der thalamische Filter abgeschaltet. Die rechte Hirnhemisphäre ist aktiver als sonst, so dass beide ungefähr die gleiche Aktivität haben. Normalerweise ist die linke Hemisphäre stärker aktiv als die rechte. Wie sich diese Veränderungen bei jedem einzelnen auswirken, ist unberechenbar. Die Wahrnehmungen werden verändert und intensiviert. Man muss viele Eindrücke auf einmal verarbeiten. Es kommt zu optischen Täuschungen bzw. Verzerrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeiträume erscheinen einem länger, die Zeit scheint unendlich zu sein. Mimik und Gestik werden verstärkt wahrgenommen und der Zugang zum Unterbewußtsein öffnet sich. Es tritt neben einem gesteigerten Einfühlungsvermögen auch eine starke Veränderung des Selbstgefühls (Bewußtseinsveränderung) auf - alles verschwimmt und verändert sich. In- und Output sind ebenfalls gesteigert. Die Person kann euphorisch und traurig gleichzeitig sein, was man als paradoxe Gefühle bezeichnet. Eine weitere Wirkung ist die Miterregung eiens Sinnesorgans bei Reizung eines anderen.. Man hört zum Beispiel Musik und sieht Bilder dazu oder das Telefon klingelt und man sieht die Klingel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reize sind besonders intensiviert vor allem der Schmerzreiz. Es kommt zur psychischen Gewohnheit. Speziell auf die Sprache wirken sich die Halluzinogene auch aus. Die Wirkungen sind martikulierbar, das heißt man kann es nicht beschreiben bzw. in Worte fassen, was man erlebt. Wörter haben plötzlich ganz andere Bedeutungen. Man geht zur nonverbalen Kommunikation über, da man sowieso schneller denkt als spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch mitunter kann es auch zu Verwirrtheitszuständen und Ängsten kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* [[Entstehung der Sucht]]&lt;br /&gt;
* [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
* [[Kokain]]&lt;br /&gt;
* [[Hallozinogene]]&lt;br /&gt;
* [[Opiate]]&lt;br /&gt;
* [[Alkohol]]&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Leitlinien Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Persönlickeitsstörung]]&lt;br /&gt;
* [[Liebe und Hass]]&lt;br /&gt;
* [[Die Biochemie des Gehirns]]&lt;br /&gt;
* [[Schlaf &amp;amp;amp; Traum]]&lt;br /&gt;
* [[Derpression]]&lt;br /&gt;
* [[Trauma und postraumatisches Belastungssyndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Dissoziation]]&lt;br /&gt;
* [[Esstörungen]]&lt;br /&gt;
* [[was ist ADS? / ADHS Einleitung]]&lt;br /&gt;
* [[Angststörungen]]&lt;br /&gt;
* [[Therapieformen]]&lt;br /&gt;
* [[ICD-10]]&lt;br /&gt;
* [[DSM-IV]]&lt;br /&gt;
* [[Begriffsdefinitionen]]&lt;br /&gt;
* [[Selbsthilfe]]&lt;br /&gt;
* [[Tal der Tränen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Begriffsdefinitionen&amp;diff=152</id>
		<title>Begriffsdefinitionen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Begriffsdefinitionen&amp;diff=152"/>
		<updated>2023-05-19T05:28:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: Die Seite wurde neu angelegt: „== Affekt ==  Ist nicht zielgerichtet, Gefühlslage, überschäumende Gefühle, starke emotionale Erregung. Nicht kontrollierbar auf den Moment, außerhalb si…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Affekt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist nicht zielgerichtet, Gefühlslage, überschäumende Gefühle, starke emotionale Erregung. Nicht kontrollierbar auf den Moment, außerhalb sich selbst - obwohl wahrnehmend. In der Psychologie werden Affekte auch als Stimmungslage, Gefühle bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aggression ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aggression aus dem lat. oggredi = angreifen, bezeichnet Verhaltensweisen, die mit der Absicht ausgeführt werden, ein Individuudim direkt oder in direkt zu schädigen (Geen 1990). Es gibt andere Definitionen, die auf die Kennzeichnung der &amp;amp;quot;Absicht&amp;amp;quot; oder &amp;amp;quot;Intention&amp;amp;quot; als Definitionsbestandteil verzichten, während bei Geen (1990) als expliziter Definitionsbestandteil die Erwartung des Aggressors miteinbezogen wird, dass die schädigenden Reize auch ihre intendierten Effekte haben. Die Aggression tritt als Reaktion auf eine wirklich oder auch nur scheinbar drohende Minderung der eigenen Macht in Erscheinung. Sie richtet sich primär gegen andere Personen und oder Gegenstände, kann sich aber nach Ansicht mancher Aggressionsforscher auch sekundär gegen die eigene Person zurückwenden, wenn sie durch äußere Widerstände gehemmt wird, bzw. auf Grund der Forderung der Gesellschaft und zum Zwecke der sozialen Anpassung verdrängt wird (Selbsthass, Selbstschädigung, Selbstmord, Masochismus). Die Aggression kann von den primitivsten Reaktionen (beißen, schlagen, treten usw.) bis zu den sublimsten Reaktionen (entwerten, abwerten, herabsetzen usw.) in Erscheinung treten. Im Zusammenhang mit sexuellen Beziehungen kann Aggression als Lust an der Grausamkeit und als Lust an der Zufügung von Schmerz auftreten (Sadismus). Berkowitz empfiehlt, zwischen impulsiver (spontaner) Aggression, die als konditionierte Rückempfindung (Response) von Schlüsselreizen ausgelöst wird, und instrumenteller Aggression, die anderen Zielen dient (Machtgewinn, Besitz, Verteidigung des Territoriums, der Jungen usw.), zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Ursprung der Aggression stehen sich drei Auffassungen gegenüber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Trieb- oder Instinkttheorie im engeren Sinne der Psychoanalyse oder Ethologie (Freud, Lorenz)&lt;br /&gt;
* die Frustrations-Aggressions-Hypothese (Dollard &amp;amp;amp; Miller)&lt;br /&gt;
* die Aggressions-Theorie des sozialen Lernens (Baudura &amp;amp;amp; Walters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die psychologische Annahme besagt, dass die vielen verschiedenen Verhaltensweisen, die als Aggression oder Ableitungen der A. definiert werden, aus einer gemeinsamen «primären» stammen und die Nichtbefriedigung eines Triebes Aggression zur Folge hat. Eine Annäherung zwischen (2) und (3) vollzieht Berkowitz, der die Möglichkeit der angeborenen &amp;amp;quot;Passung&amp;amp;quot; zwischen Schlüsselreizen und impulsiven Aggressionsakten einräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er modifiziert die Frustrations-Aggressions-Hypothese aber wesentlich und betont, dass die meisten Aggressionen gelernt (konditioniert) sind. Die Mehrzahl der empirischen Forschung belegt die Annahme, dass Aggression, bzw. aggressives Verhalten, wie anderes auch im Beobachtungs- und Verstärkungs-Lernen erworben wird, ohne gänzlich auszuschließen, dass es angeborene Verbindungen zwischen aversiven  Reizen (widrige Reize) und bestimmten Verhaltensmustern geben könnte.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aggression erzeugt in der Regel eher neue Aggression, statt einer kathartischen (reinigenden) Befriedigung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein tiefer Zusammenhang besteht zwischen bestimmten Persönlichkeitsstörungen und Aggression, gerade im Zusammenhang zur Borderline-Störung in der die Betroffenen ihre Aggression keineswegs als solche sehen oder wahrnehmen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aggressionstrieb ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bezeichnete einen 1908 von Adler eingeführten Begriff der den als Ursache der Aggression angenommenen antrieb bezeichnet. Ab 1920 greift Freud diesen Begriff auf und fasst darunter die Todestriebe, soweit sie nach aussen gewendet sind zusammen. (siehe [[Borderline-Störung]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alkohol ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altruismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uneigennützige, selbstlose, dem Egoismus (nicht zu verwechseln mit Egozentrik) entgegengesetzte Lebensweise. In der Liebe absolute Abtretung aller eigenen Bedürfnisse an den anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ambivalenz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem lateinischen Ambi = Gegensatz und Valenz = Wertigkeit. Zwei widersprüchliche Aussagen mit der gleichen Wertigkeit.  (Ich liebe dich / ich hasse dich), oder das Wort sagt ich liebe dich, die Körpersprache zeigt Ablehnung, heute bleib -- morgen geh. Teilt sich erst einmal auf. in das &amp;amp;quot;ambivalente Verhalten&amp;amp;quot; , dei &amp;amp;quot;ambivalente Affektivität&amp;amp;quot; und den &amp;amp;quot;Ambivalenzkonflikt&amp;amp;quot;. Nun zum einzelnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ambivalentes Verhalten, auch pendeln genannt, Intensionsbewegungen zweier Tendenzen die zu einer einzigen Verhaltensweise kommen werden.&lt;br /&gt;
* affektive Ambivalenz ist das gleichzeitige Bestehen zweier entgegengesetzter Gefühle (Abneigung versus Zuneigung) und Willensrichtung in Bezug auf den selben Gegenstand. (z.Bsp. wie in der Borderline-Störung der sexuelle Trieb versus Scham und Ekel)&lt;br /&gt;
* Ambivalenzkonflikt ist der Annäherungskonflikt und bezeichnet Konfliktsituationen die bei Annäherung an ein bestimmtes Objekt möglich sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Angst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist Angst erst einmal ein natürlicher Schutzmechanismus jedes Lebewesens. Dennoch ist es beim Menschen ein Zustand resultierend aus einem Gemisch von Gefühlen die nicht mehr einzuordnen sind. Das Wissen um die Unwissenheit und deren Folgen. Ein nicht berechnen (da der Mensch linear denkt) können der Situation und den daraus resultierenden Verhaltensweisen z.B. einer anderen Person. Psychische  Orientierungslosigkeit. Angst kann sich nur bis zu einem gewissen Punkt steigern danach kippt die Angst wieder. Der Körper kann diesen Zustand nicht permanent (kontinuierlich) aufrechterhalten. (nicht gemeint sind Angststörungen) Angst ist ein Zustand den Sie nur auflösen können  indem Sie sich der Situation (der Angst) stellen. Laufen Sie weg breitet sich Angst räumlich und zeitlich proportional aus. 80% aller Ängste werden nicht eintreten. Es sei denn Sie machen eine selbstverwirklichende Prophezeiung daraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Assoziation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem lat. sozius = Verbündeter bezeichnet es eine Verknüpfung seelischer Inhalte, die sich darin zeigt, dass das Auftreten des einen das Bewusstseinwerden des anderen (mit ihm assoziiertem) nach sich zieht oder zumindest begünstigt. Es bezeichnet somit auch das Verbinden von Vorgängen bzw. Inhalten. ( z. Bsp. Vorstellung mit Gefühlen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedürfnisse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychischer oder physischer Mangelzustand den der Mensch zu beseitigen / beheben zu versucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behaviorismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1913 bis etwa 1970 eine der Hauptrichtungen in der Psychologie. Der Behaviorismus vertrat die Meinung, die Psychologie dürfe sich nur mit dem von außen beobachtbaren Verhalten von Mensch (und Tier) beschäftigen. Der Behaviorismus untersucht, wie äußere Reize (Stimuli) ein bestimmtes (äußerlich beobachtbares) Verhalten (Responses) hervorrufen. Der Behaviorismus untersucht nichts &amp;amp;quot;im Menschen&amp;amp;quot; (für ihn ist das Innerliche des Mensch eine &amp;amp;quot;black Box&amp;amp;quot;. Es gibt hier keine &amp;amp;quot;Innen-Welt&amp;amp;quot;. Die Behavioristen lehnen es ab, das Verhalten des Menschen aus Gedanken, Gefühlen, Absichten oder anderen geistigen Prozessen zu erklären. Der Mensch ist hier eine biologische Maschine, ein reiner Reiz-Reaktions-Mechanismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Depression ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drogen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emotionen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befindlichkeiten, Ich-Zustände, die das Erleben und Verhalten betreffend als Erregung, Spannung, oder Beruhigung wahrgenommen  werden. Sind untrennbar mit körperlichen Veränderungen verbunden. (Atmung, Zittern, Schweißausbrüche, erhöhter Hautwiderstand, Margen-Darmtätigkeit, etc)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Empfindung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfache psychische Vorgänge die durch Umweltveränderungen (Reize) hervorgerufen werden. Die Stärke der Empfindung richtet sich nach Stärke des Reizes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emphatie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgeleitet von Pathos (griechisch: das Leid) Mitleiden, Mitfühlen. Es bedeutet allerdings mehr die Bereitschaft die Dinge mit den Augen des anderen zu betrachten. Sich in &amp;amp;quot;ihn&amp;amp;quot; hineinfühlen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emphatie ist erlernbar. Grundlage dieser Erlernbarkeit ist die Mutter in den ersten 4-5 Lebensjahren. Untersuchungen zeigten, dass bereits 2 - jährige pro soziales Verhalten zeigen, wenn die Mütter feinfühlig mit den Kindern umgehen. Je besser  Mütter die Fähigkeit besitzen emotionale Signale des Kindes zu erkennen und darauf unterstützend einzuwirken, je feinfühliger die Mütter sind, desto mehr ist das Kind in der Lage gegenüber anderen Mitgefühl und Emphatie zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefühl ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewertung einer Situation (die Verrechnung aller unbewussten Informationen und die daraus resultierende Bewertung im (Unbewussten) welches rational erklärt (bewusst erklärt) wird).&#039;&#039;&#039;                &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Impuls ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer zielgerichtet (gegen Objekt = Person), entstehend aus Gedanken, Situationen. Unterliegt normalerweise der wissentlichen Beeinflussung des  Neocortex kann durch diesen gesteuert werden ( Menschen kontrollieren normalerweise ihre Impulse, bei einem Borderliner oder ADS- Störung liegt eine Impulskontrollstörung vor), sie müssen dem Impuls nachgeben da ansonsten eine unerträgliche innerliche Spannung entsteht, der wiederum nachgegeben werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Intimität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intimität ist die Fähigkeit zu einer festen Bindung an eine andere Person und zwar sexuell, emotional und moralisch. Die Betonung liegt hier auf Fähigkeit und fest. Intimität braucht wiederum vier Voraussetzungen. Erstens setzt sie Offenheit, zweitens Mut, drittens moralische Stärke und viertens die Fähigkeit bei den eigenen Vorlieben Kompromisse eingehen zu können, voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Irrtum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unbewusste falsche Darstellung einer Tatsache durch falsche oder andere Realitätswahrnehmung. Bedingt den bewussten Glauben an Gesagtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krank ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach medizinischer Definition &amp;amp;quot;wer sich schädigt, geschädigt wurde oder andere schädigt&amp;amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kognition ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sammelname für alle Vorgänge die mit dem Gewahrwerden und Erkennen zusammenhängen, wie Wahrnehmung, Erinnerungen (Wiedererkennen), Vorstellungen, Begriffe, Gedanke, Vermutung, Erwartung, Plan und Problemlösen. Die Ungenauigkeit des Begriffes erlaubt es den Begriff Kognition als hypothetisches Konstrukt zu betrachten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissen, Erkenntnis, erkenntnismässig, bezeichnet alle psychischen Vorgänge, die etwas mit Erkennen und Wissen zu tun haben. Gegenbegriff zur Emotion. Hier runter fallen auch Teile der [[exekutiven Funktionen]] des Menschen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komorbidität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Komorbidität spricht man wenn Symptome von mindestens zwei verschiedenen Störungsbildern (Syndrom) gemeinsam auftauchen. Die Syndrome können völlig unabhängig voneinander auftreten, dann spricht man allerdings von &amp;amp;quot;Koinzidenz&amp;amp;quot;.  Von Komorbidität spricht man dann wenn es Annahmen darüber gibt, warum diese Störungen / Störungsbilder gemeinsam auftreten. Das heißt, sind sie z. Bsp. miteinander verkettet, haben sie gemeinsame Ursachen, sind sie Folge von...&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konditionierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine geprägte Bezeichnung für das Ausbilden von bedingten Reflexen durch lernen. (nach der Methode von Pawlow)&#039;&#039;&#039;          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liebe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Positiv bewertetes Gefühl, welches keine Veränderung der Situation wünscht. &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche würden sagen: es ist das im Bauch, die Flugzeuge im Bauch. Das &amp;amp;quot;sich nach dem anderen&amp;amp;quot; verzehren, Vertrautheit, Extase, Leidenschaft, dem anderen helfen, zu hören, sich fallen lassen. &amp;amp;quot;Ihn&amp;amp;quot; verstehen auch ohne Worte, die Symbiose, aber auch die Distanz?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nun was ist Liebe? ===&lt;br /&gt;
Eine kurze Geschichte: [[Liebe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterscheiden wir  zwischen Verliebtheit und Liebe. Verliebtheit hat nichts mit  Liebe zu tun, leider und ist nichts weiter wie ein biochemischer Vorgang im  Gehirnstoffwechsel. Nämlich die Überproduktion von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gehört die Verliebtheit dazu um eine Liebe zu entwickeln. Diese Verliebtheit kann aber auf  mehreren Stufen sein. Freundschaft, etc. auch einen Freund kann ich lieben-- eben auf diese Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe unterteilt sich in zwei Bereiche, besser zwei Ansichten, nämlich Agape und Eros, und ist gleichzeitig ein Paradoxum. Zwei Menschen möchten &amp;amp;quot;eins&amp;amp;quot; werden, sind doch eigenständige Wesen  und wollen es ja auch bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Echte Liebe ist Ausdruck innerer Produktivität und Fürsorge, welches Achtung und Verantwortungsgefühl impliziert. Sie ist also kein Impuls oder Affekt. Warum flaut aber die Liebe ab? Warum suchen wir in einem anderen Menschen die neue Liebe die ja dann angeblich viel besser ist? Zu dieser Illusion trägt die sexuelle Begierde bei, denn diese strebt nach Vereinigung und ist keineswegs nur ein körperliches Verlangen und sie ist keineswegs die Lösung einer quälenden inneren Spannung. Es ist also so das die sexuelle Begierde sich leicht mit allen starken Emotionen vermischt und es sich gegenseitig stimuliert. Das sexuelle Begehren wird also zum Irrtum in dem wir glauben wir liebten wenn wir uns körperlich begehren. Die sexuelle Anziehung erzeugt also im Augenblick die Illusion der Einheit oder die Symbiose nach dem der, Mensch, gerade der  Borderliner, sucht. Wie viel Egoismus beinhaltet aber nun die erotische Liebe? Liebe heißt also doch erst einmal geben und dieses geben ist nicht an Bedingungen geknüpft. So wie es viele von Ihnen aus einer Borderlinebeziehung kennen. Aber darf sie ins altruistische gehen? So wie die Mutterliebe die ja bekanntlich die höchste Form der Liebe ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Freud würde die volle und ungehemmte Befriedigung aller triebhaften Wünsche seelisches Glück und Gesundheit nach sich ziehen. Das dem nicht so ist sehen wir an vielen Beispielen. Das stärkste Streben des Menschen liegt in der Vereinigung, bzw. Wiedervereinigung. In der Aufhebung des Gespaltenseins, ganzheitlich zu werden. Dieser Ursprung liegt in der Biologie. Die schwangere Mutter mit dem Fötus.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstrahieren wir doch mal folgenden Fall: Kind wird geboren. danach ab in einen sterilen Raum. Ein Roboter füttert es, aber nicht dann wenn es das Kind will sondern wenn die Software es sagt. Keine menschliche Zuwendung, keine Wärme, keinen Kontakt zu einem Lebewesen. Was glauben sie würde passieren? Das Kind würde sterben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder, auch in der Fachliteratur wird im Zusammenhang mit dem [[../persstoerung/persstoerung1.html|Borderlinesyndrom]] der [[../narz/narz1.html|Narzissmus ]] (2.Seite) erwähnt. Fakt ist das es in jedem Menschen einen Narzissmus gibt, doch wenn er die Grenze der Pathologie überschreitet ist die Liebe nicht mehr möglich. &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Narzissmus ist die erste Stufe der menschlichen Entwicklung, doch leider fallen viele Menschen auf diese Stufe später zurück und werden somit unfähig zu lieben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Agape ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterteilen wir die Liebe in zwei Bereiche. Agape- die leidenschaftslose Liebe und Eros die leidenschaftliche Liebe. Beide existieren und für beide gibt es genug Verfechter. Eros beinhaltet immer einen Leidensdruck, denn Leidenschaft bedingt eben auch das Gegenteil.  Agape ist ohne Neid, ohne Besitzanspruch und dringt auf Förderung des anderen. Eros beinhaltet immer starke Emotionen, Wellen die nicht vom Neokortex gesteuert werden, sondern vom [[Limbischen System]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt aber noch die neurotische Liebe und die Pseudoliebe. &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pseudoliebe (Borderline) ist wenn jemand kein ausgeprägtes ICH hat, also nur Ich-Fragmente, neigt er dazu den &amp;amp;quot;geliebten&amp;amp;quot; zu vergöttern, ihn zu idealisieren. Das Problem hierbei ist das sich derjenige im &amp;amp;quot;geliebten&amp;amp;quot; verliert anstatt sich im anderen zu finden. Da in der Regel der &amp;amp;quot;Gott, der geliebte&amp;amp;quot; nicht auf  Dauer den Erwartungen entsprechen kann kommt es zu Enttäuschungen, die sich auch zunehmend häufen. Doch diese &amp;amp;quot;abgöttische&amp;amp;quot; Liebe wird als die wahre große Liebe bezeichnet. Da die Seele arbeitet und sie nicht mehr in der Lage ist diesen Widerspruch zu verarbeiten schreitet man zum neuen &amp;amp;quot;Gott&amp;amp;quot;. In Wirklichkeit der Hunger und die Verzweiflung des &amp;amp;quot; Enttäuschten&amp;amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der neurotischen Liebe werden Projektionsmechanismen verwendet, um den eigenen Problemen aus dem Weg zu gehen. Es wird sich konzentriert auf die Fehler und Schwächen der &amp;amp;quot;geliebten&amp;amp;quot; Person und man entwickelt ein sehr feines Gespür für diese. Man ist also immer darauf bedacht der &amp;amp;quot;geliebten&amp;amp;quot; Person Vorwürfe zu machen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hass ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hass ist nicht das Gegenteil von Liebe, sondern das Gleiche Gefühl, nur mit dem negativen Vorzeichen besetzt, welches eine Änderung  der bestehenden emotionalen Situation wünscht. Dadurch emotionale Treibfeder (z.B. für Rache). Hass ist immer enttäuschte Liebe, wobei Liebe hier einen großen Bereich abdeckt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführliche Darstellung zum Thema [[Liebe und Hass]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lüge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lüge ist die bewußte falsche Darstellung einer Tatsache mit dem Ziel einen Vorteil zu erlangen oder etwas zu verheimlichen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Masochismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begriff gebildet nach einem Roman des östereichischen Schriftstellers &amp;amp;quot;Sacher-Masoch&amp;amp;quot;. Bezeichnet diejenige Perversion, bei der das Erleben des Orgasmus mit dem Erleiden von Demütigungen, Schmerz oder Qual einhergeht. Nach Freud erklärt sich der Masochismus aus dem Auftreten sadistischer Impulse des [[Über-ICH]] gegen das ICH (Strafbedürfnis) bei der Verwirklichung sexueller Tendenzen. Diese Konstellation stellt dabei eine Wiederholung des Ödipus- bzw. Elektrakomplexes dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medikamente ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können nicht heilen, können jedoch eine unterstützende Wirkung auf den Heilungsprozess und eine stabilisierende Wirkung erfüllen. &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Missbrauch der Medikamente liegt wesentlich höher als der Alkoholmissbrauch. Das Abhängigkeitspotenzial ist weitaus schlimmer als beim  Alkohol.  Hier einige Medikamente die oft missbräuchlich verwendet werden und in die Sucht / Abhängigkeit führen können.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Medikamente gilt für den Zeitraum bis zur Abhängigkeit folgende Werte. Von Barbituraten und barbituratähnlichen Mitteln (in der Regel Schlafmittel) werden 15% der Menschen psychisch abhängig die es fast regelmäßig nehmen. Die körperliche Abhängigkeit dagegen tritt schon nach ca. 3 Wochen ein. Bei den meisten Beruhigungsmitteln (Tranquilizer) dauert es ca. 6-10 Wochen. ( wobei diese das Hirn, nach längerem Gebrauch, zu Matsch machen) (man kann auch sagen Sie verblöden langsam). Viele Schmerzmittel werden aus Mischpräparaten hergestellt und können somit genauso, oder stärker, in die Abhängigkeit führen. Für Medikamente gilt die Besonderheit der Halbwertszeit, [[../fallbeisp_m_1/fallbeispiel_m1.html|siehe M.]] Die Halbwertszeit ist diejenige in der der Wirkstoff im Körper bleibt. Anders wie bei Alkohol wird es nicht mit x/prom/mg abgebaut. Ein angeblich mildes Mittel ist z.B. Valium. Viele Kliniken setzen es mittlerweile für den körperlichen Entzug bei Alkohol ein. Die Halbwertszeit von Valium beträgt sage und schreibe 32 Stunden. Prazepam zum Beispiel 67 Stunden. Benzodiazepine verlängern sich in der Halbwertszeit mit zunehmendem Alter. Können Sie sich selbst vorstellen wie es abläuft wenn einer was trinkt und dann solch ein Zeug nimmt, oder umgekehrt? Nichts getrunken Schmerzmittel rein, nach 12 Stunden in den Biergarten oder eine Flasche Prosecco. Hier bilden sich unweigerlich Kreuztoleranzen heraus. &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlafmittel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radedorm, Noctamid, Dalmadorm, Mogadan, Betadorm, Halcion, Staurodorm, Luminal, Vesperax, Medinox, Sekundal, Zopiclon, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruhigungsmittel ===&lt;br /&gt;
in der Regel auch Schlafanstoßend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle benzodiazepinhaltigen Medikamente, wie Tavor, Valium, Distraneurin, Lexotanil, Tranxilium, Praxiten, Diazepam, Adumbran,  Librium, Tafil, Normoc, Musaril, Oxazepam, Atarax, Meprobamat, Insidon, Buspiron, Rohypnol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schmerzmittel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Optalidon, Valoron, Dolantin, Rosimon, Dolviran, Remedacen, Gelonida, Melabon, Teupel N, Thomapyrin, Spalt N, Quadronal, Voltaren, Fortreal, Temgesic, Vivimed, Silentan, Spasmo-Cibalgin, Tramal, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weck &amp;amp;amp; Aufputschmittel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Captagon, Hallo-Wach, AN1, Reactivan, Ritalin (alle Medikamente aus der Gruppe der Methylphenidate, anders, gegenteilig wirkend bei ADS und ADHS), Pervitin, Katovit, Percoffedrinol, Tradon, Senior 20, Contac H, etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersicht der Psychopharmaka und deren Wirkung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Kategorie&lt;br /&gt;
!Wirkung&lt;br /&gt;
!Anwendungsgebiet&lt;br /&gt;
!Beispiele&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Neuroleptika: Neuroleptika unterscheiden sich zwischen hochpotenten und niederpotenten Neuroleptikas.&lt;br /&gt;
|dämpfend / hemmend bis beruhigend&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|antipsychotische Wirkung, Behandlung von Psychosen, Verminderung starker Angstzustände, Wahnideen,  Halluzinationen&lt;br /&gt;
|Haloperidol, Thiorodazin, Melleril, Reserpin, Omcoa, Megaphen, Seroquel &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tranquilizer:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|beruhigend bis schlafanstossend&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|hauptsächlich Belastungssituationen, neurotischen Störungen, starken emotionalen Spannungen&lt;br /&gt;
|Diazepam, Tavor, Librium, Miltaun, Meprobamat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hypnotika:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|schlafanstossend bis einschläfernd, narkotisch wirkend&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
|genaue Abgrenzung zu Sedativa und Tranquilizer ist nicht möglich, schlaferzwingend&lt;br /&gt;
|Valium, Doriden, Revonal, Mogadon, Zopiclon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Analeptika:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|krampflösend / kreiskaufanregend bis leistungssteigernd&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Anregung Kreislauf, Überdosierung bei Vergiftung von Narkotika / Hypnotika&lt;br /&gt;
|Koffein, Effortil, Cardiazol&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stimulantien:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|leistungs- bis antriebssteigernd, schlafaufschiebend&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|bei akuter Leistungssteigerung, oder Vigilanzaufgaben&lt;br /&gt;
|Pervitin, Benzendrin, Tradon, Methylphenidat, Preludin, Captagon&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Thymoanaleptika:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|antriebssteigernd bis anregend / erregend&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Anwendung:&#039;&#039;&#039; Therapie von Depressionen (auch deshalb Antidepressiva genannt), stimmungshebend, antriebssteigernd, angstlösend&lt;br /&gt;
|Seroxat, Paroxat, Tofranil, Nortrilen, Surmontril, Niamid, Imipramin,Cipralex, Trevilor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Psychotomimetika:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| Sie bilden eine Sonderstellung unter den Psychopharmaka. Hierunter fallen Drogen wie &lt;br /&gt;
| keine medizinische Anwendung (mehr)&lt;br /&gt;
| Mescalin, LSD, Psylobicin, auch Ecstasy&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärker antriebsteigernd und schwächer stimmungshemmend sind MAO-Hemmer. (Monoaminooxidasehemmer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paradoxum der Kommunikation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist eine folgerichtig, aus der Sicht des anderen, hergeleitetet Schlußfolgerung, die jedoch vom Empfänger als Widerspruch erlebt wird. In einer &amp;amp;quot;normalen&amp;amp;quot; Beziehung wird ein Paradoxum in der Kommunikation aufgelöst. Kompliziert wird es wenn der Empfänger, in dem Fall Sie, sich nicht erlauben kann oder darf auf das Paradoxum nicht zu reagieren oder den Widerspruch aufzuzeigen. (Borderline-Beziehung) &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parasympatikus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bündel von Nervenfasern, Teil des vegetativen (autonomen) Nervensystems welches die inneren Organe des Menschen versorgt und beruhigenden, Einfluss hat.&#039;&#039;&#039;      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychose ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Störung des Denkens und Fühlens. Es wird in 3 unterschiedliche Formenkreise unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Affektstörung&lt;br /&gt;
Affektstörungen sind gekennzeichnet durch übertriebene Gefühlszustände und oft durch Schwankungen zwischen den Extremen. Die 3 bekanntesten hier sind die manische, die depressive und die manisch-depressive. &#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Schizophrenie&lt;br /&gt;
Schizophrenie: schwere psychische Störung. Wahnvorstellungen, Wahrnehmungsstörungen, Halluzinationen, Denk-Sprachstörungen, unpassende&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Gefühlsäußerung (Gefühle passen nicht zum Denken und Sprechen)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# paranoide Zustände&lt;br /&gt;
Paranoide Zustände: (Persönlichkeitsstörung) übertrieben empfindlich gegenüber Zurückweisung, übertrieben nachtragend und misstrauisch,  freundliche oder neutrale Handlungen anderer werden als feindlich oder verächtlich eingestuft, unberechtigte Verdächtigungen  (gerade gegenüber Sexualpartner), manche neigen zu einem überhöten Selbstwertgefühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Projektion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trieb / Antrieb ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trigger ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trigger heißt Auslöser. Eine Situation, ein Bild, eine Musik, die nichtverarbeitete Zustände aus dem Unterbewussten in das Bewusstsein rücken lassen, dadurch an eine vergangene Situation (Gefühl /Emotion) bewusst erinnert und einen Gefühlszustand zur Folge haben.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symphatikus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bündel von Nervenfasern, Teil des vegetativen (autonomen) Nervensystems welches die inneren Organe des Menschen versorgt und anregenden, erregenden Einfluss hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verdrängung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
höher entwickelter Schutzmechanismus (Abwehrmechanismus des ICH) der Psyche.  Beinhaltet das teilweise zulassen und verarbeiten des Geschehenen / Erlebten = Repression. Zu unterscheiden von der Unterdrückung (Suppression) (wenn Sie bewusst versuchen ein Erlebnis aus Ihren Gedanken zu verbannen handelt es sich um Unterdrückung (Suppression)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiebung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verlagerung der Quelle der Befriedigung von dem ursprünglichen Objekt auf ein weniger gefährlicheres, angstauslösendes Objekt. Die beinhaltende Aggression z.B. wird nicht auf das ursprüngliche Objekt sondern auf ein schwächeres übertragen.  Beispiel: Mutter schimpft immer mit Kind weil es sich schmutzig macht im Sandkasten. Kind Schimpft mit Puppe &amp;amp;quot; du sollst dich doch nicht immer schmutzig machen&amp;amp;quot;. Später kann dies auch den Partner in veränderter Form treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wut ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gefühl welches verbunden ist mit Hilflosigkeit,  Machtlosigkeit, Kontrollverlust der Situation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Antidepressiva Seroxat]]&lt;br /&gt;
* [[Neuroleptika / PDF]]&lt;br /&gt;
* [[Zopiclon]]&lt;br /&gt;
* [[Valium]]&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Leitlinien Medikamenten-Abhängigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Persönlickeitsstörung]]&lt;br /&gt;
* [[Liebe und Hass]]&lt;br /&gt;
* [[Die Biochemie des Gehirns]]&lt;br /&gt;
* [[Schlaf &amp;amp;amp; Traum]]&lt;br /&gt;
* [[Derpression]]&lt;br /&gt;
* [[Trauma und postraumatisches Belastungssyndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Dissoziation]]&lt;br /&gt;
* [[Esstörungen]]&lt;br /&gt;
* [[Was ist ADS / ADHS Einleitung]]&lt;br /&gt;
* [[Angststörungen]]&lt;br /&gt;
* [[Therapieformen]]&lt;br /&gt;
* [[ICD-10]]&lt;br /&gt;
* [[DSM-IV]]&lt;br /&gt;
* [[Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Selbsthilfe]]&lt;br /&gt;
* [[Tal der Tränen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Opiate&amp;diff=151</id>
		<title>Opiate</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Opiate&amp;diff=151"/>
		<updated>2023-05-19T04:53:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: /* Problematisierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Substanzgruppe der Opiate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:opiate.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisch-medizinische Perspektive ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestrebungen europäischer Mediziner im 19. Jahrhundert, die bis dahin beobachteten unerwünschten Nebenwirkungen beim Opium-Gebrauch zu modifizieren und nur die positiven Wirkungen für die Medizin nutzbar zu machen, führten zu einem fortlaufenden Reinigungs- bzw. Synthetisierungsprozess der Schlafmohnsubstanzen, so daß wir heute eine ganze Substanzgruppe der Opiaten vorfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 isolierte ein Apotheker erstmals aus dem Schlafmohn das Morphin, welches bis heute in der Medizin als prototypisch, als das wirksamste Analgetikum, d.h. schmerzstillendes Medikament betrachtet wird. Als weitere Substanz wurde Kodein synthetisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1840 wies der Arzt und Apotheker Levin auf eine mögliche Toleranz, d.h. Abhängigkeit durch Morphineinnahmen hin - er stieß dabei auf großen Widerstand der Ärzteschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts (1898) erreichte die Firma Bayer als weiteren pharmazeutischen Reinigungsschritt die Gewinnung von Heroin als halbsynthetisches Opium, welches unter der Bezeichnung &#039;&#039;Diacetylmorphin&#039;&#039; geführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Methadon, Phentanyl, Polamidon und Bufremorphin u.a. wurde die Schwelle der vollsynthetischen Opiate überschritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entsteht Schmerz? Wirkmechanismus von Schmerz im Gehirn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper registriert einen Schmerzimpuls, welcher über das Rückenmark zum Gehirn weitergeleitet wird. Bei dieser Dynamik spielt sich folgendes ab: Der Schmerzimpuls aktiviert Nervenzellen durch die Freisetzung der Transmitter Glutamat und Subsatnz P. Die nachgeschalteteten Neuronen senden die Schmerzinformation durch das Rückenmark in das limbische System (der Teil des Gehirn, welcher für die Verarbeitung von Gefühlen zuständig ist). Als Schutzreaktion wird nun durch das Gehirn die Ausschüttung körpereigner Morphine angeregt, d.h. der Organismus erzeugt endogene, körpereigene Analgetika. Dieser Vorgang wird als &amp;amp;quot;neuronale Feedbackschleife&amp;amp;quot; bezeichnet (periphere Schmerzempfindung =&amp;amp;gt; Rückenmark =&amp;amp;gt; limbisches System =&amp;amp;gt; Rückenmark =&amp;amp;gt; Schmerzort).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakodynamik und -kinetik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anknüpfend an die Dynamik endogener Drogen wie den Endorphinen zeigt sich eine ähnliche schmerzstillende Wirkweise bei exogenen Opiaten im menschlichen Körper: Im Gegensatz zu anderen Schmerzmitteln, die lokal wirken, beeinflussen Opiate prinzipiell das Nervensystem. Ein Effekt z.B. des Morphins liegt nicht darin, Schmerz so zu reduzieren, daß er nicht mehr spürbar ist, sondern eine affektive Dynamik zu erzeugen: Schmerzen erscheinen den betroffenen Menschen nun aushaltbarer, erträglicher bzw. ist ihnen gleichgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agonistischen Opiatsubstanzen (z.B. Heroin, Morphin) ahmen die analgetische Dynamik der Endorphin-Botenstoffe nach, während die Opiat-Antagonisten Naltrexon und Naloxon durch die Besetzung der Endorphinrezeptoren die Wirkung exogener Opiate aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiatsubstanzen entfalten Ihre Wirkung als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Analgetikum (schmerzstillend)&lt;br /&gt;
* Sedativum (beruhigend)&lt;br /&gt;
* Anxiolytikum (angstlösend bzw. -hemmend)&lt;br /&gt;
* Euphorikum (euphorisierend).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird auch eine gleichzeitige Körperreaktion provoziert, die sich in Pupillenverengung, Atemdepression (Verengung der Bronchien) und Depression der Darmperistaltik äußert, d.h. eine Verlangsamung bzw. Hemmung der Lungen- und Darmfunktion. Dieser Effekt kann z.B. bei Durchfall oder Bronchialerkrankungen medizinisch erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate beeinflussen nicht nur körperliche Schmerzen positiv, sondern erzeugen auch bei psychischen Schmerzen einen als angenehm empfundenen Entspannungs- oder Euphoriezustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Applikationsformen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate können wie folgt eingenommen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Applikationsform&lt;br /&gt;
!Resorption&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| oral / rektal (Zäpfchen)&lt;br /&gt;
| langsam&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| intravenös (z.B. Heroin, Morphin) &amp;lt;br /&amp;gt;Atemdepression bei Überdosierung&lt;br /&gt;
| innerhalb von Sek./Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Inhalieren rauchen&lt;br /&gt;
| in wenigen Minuten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Anwendung von Morphin z.B. als Periduralanästhesie (PDA), d.h. Rückenmarksbetäubung beim Geburtsvorgang (Kaiserschnitt etc.) und bei Operationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate gelangen in das Gewebe und werden sehr schnell (Heroin in 3-5 Std.) zu Morphin und Kodein metabolisiert. Ca. 3-4 Tage sind Opiatmetaboliten nachweisbar. Testverfahren, z.B. des Urins lassen allerdings keinen Rückschluß auf konkrete Substanzen zu, lediglich daß eine Einnahme von Heroin oder Morphin und/oder Kodein stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toleranz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiatabhängigkeit äußert sich im Verlangen nach der Einnahme höherer Dosen und weist folgende körperliche und psychische Mechanismen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Organismus erhöht die Zahl opiatabbauender Enzyme, so daß um eine spürbare Wirkung zu erzielen, die Dosis ebenfalls erhöht werden muß.&lt;br /&gt;
* Die Empfindlichkeit der Opiatrezeptoren nimmt ab.&lt;br /&gt;
* Eine Kreuztoleranz mit anderen Opiaten (bis zur letalen Dosis) entsteht.&lt;br /&gt;
* Die das Setting und Set betreffende Abhängigkeitsstruktur zeigt sich in einer Verhaltenskonditionierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfahrungen und damit verbundene Gefühle werden mit Hilfe der Opiatwirkung getriggert, d.h. ausgelöst bzw. gegenwärtige (Gruppen-)erlebnisse während der Opiateinnahme prägen Wahrnehmung und Verhalten. Allerdings wird durch die Gewöhnung die Wirkung der Opiate abgeschwächt. Die Speicherung vollzieht sich durch eine spezifische Transmitterkonzentration zum gegenwärtigen Zeitpunkt des Erlebnisses; es folgen neue neuronale Verknüpfungen, die wieder genutzt werden können, d.h. emotionale Erinnerung wird möglich und abrufbar. Die durch Opiate ausgelöste Ekstase verbunden mit den auf das Setting bezogenen Erfahrungen lösen die Motivation aus, den Rausch zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entzug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperlichen und psychischen Konsequenzen des Entzugs werden von den Betroffenen wie folgt erlebt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegenteilige Wirkung der Opiate setzt mit intensiven körperlichen und psychischen Schmerzen ein. Ängste, Depressionen, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folge, aber auch die als &amp;amp;quot;craving&amp;amp;quot; bezeichnete Drogengier sowie Störungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Atemprobleme chrakterisieren den Entzugsprozess. Noch ca. einem halben Jahr lang können Depressionen und das &amp;amp;quot;craving&amp;amp;quot; (protahierte Abstinezsymptome) den entziehenden Menschen begleiten. Soziale Konsequenzen zeigen sich z.B. im Verlust der Bezugsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setbedingte Dispositionen (Persönlichkeitsstruktur eines Menschen) können psychische Abhängigkeiten erleichtern, z.B. wenn eine geringe Frustrationstoleranz, d.h. eine geringere psychische Belastbarkeit bei Konflikten besteht und/ oder die Auseinandersetzung mit (psychischen) Konflikten vermieden wird. Die Aussicht, auf &amp;amp;quot;Knopfdruck&amp;amp;quot; entspannt und glücklich zu sein, kann dann für manche Menschen besonders verlockend erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings zeigt das Beispiel des massiven Konsums von &amp;amp;quot;Prozac&amp;amp;quot;, einem Antidepressiva, in den USA [in Deutschland als &#039;&#039;Fluctin&#039;&#039; auf dem Psychopharmaka-Markt], daß nicht nur das Set eine Auswirkung auf Konsum und Toleranz von Drogen haben kann, sondern auch das Setting, das soziale Umfeld oder die Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychische Probleme gelten nicht als normale Reaktion auf &amp;amp;quot;unnormale&amp;amp;quot;, d.h. belastende Lebenssituationen oder die &amp;amp;quot;Leistungsgesellschaft&amp;amp;quot;, jedoch als unerwünschte Schwäche - es findet eine soziale Stigmatisierung und Pathologisierung statt, die nach einer schnellen und billigen &amp;amp;quot;Lösung&amp;amp;quot; verlangt, z.B. durch &amp;amp;quot;Prozac&amp;amp;quot;: Probleme werden unsichtbar gemacht, Menschen verhalten sich &amp;amp;quot;normal&amp;amp;quot; und angepaßt, Pharmakonzerne verdienen viel Geld am Konsum und der Staat spart an guter psychosozialer Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Entstehung der Sucht]]&lt;br /&gt;
* [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
* [[Kokain]]&lt;br /&gt;
* [[Hallozinogene]]&lt;br /&gt;
* [[Alkohol]]&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Leitlinien Drogen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Opiate&amp;diff=150</id>
		<title>Opiate</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Opiate&amp;diff=150"/>
		<updated>2023-05-19T04:44:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: /* Substanzgruppe der Opiate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Substanzgruppe der Opiate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:opiate.gif]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisch-medizinische Perspektive ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestrebungen europäischer Mediziner im 19. Jahrhundert, die bis dahin beobachteten unerwünschten Nebenwirkungen beim Opium-Gebrauch zu modifizieren und nur die positiven Wirkungen für die Medizin nutzbar zu machen, führten zu einem fortlaufenden Reinigungs- bzw. Synthetisierungsprozess der Schlafmohnsubstanzen, so daß wir heute eine ganze Substanzgruppe der Opiaten vorfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 isolierte ein Apotheker erstmals aus dem Schlafmohn das Morphin, welches bis heute in der Medizin als prototypisch, als das wirksamste Analgetikum, d.h. schmerzstillendes Medikament betrachtet wird. Als weitere Substanz wurde Kodein synthetisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1840 wies der Arzt und Apotheker Levin auf eine mögliche Toleranz, d.h. Abhängigkeit durch Morphineinnahmen hin - er stieß dabei auf großen Widerstand der Ärzteschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts (1898) erreichte die Firma Bayer als weiteren pharmazeutischen Reinigungsschritt die Gewinnung von Heroin als halbsynthetisches Opium, welches unter der Bezeichnung &#039;&#039;Diacetylmorphin&#039;&#039; geführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Methadon, Phentanyl, Polamidon und Bufremorphin u.a. wurde die Schwelle der vollsynthetischen Opiate überschritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entsteht Schmerz? Wirkmechanismus von Schmerz im Gehirn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper registriert einen Schmerzimpuls, welcher über das Rückenmark zum Gehirn weitergeleitet wird. Bei dieser Dynamik spielt sich folgendes ab: Der Schmerzimpuls aktiviert Nervenzellen durch die Freisetzung der Transmitter Glutamat und Subsatnz P. Die nachgeschalteteten Neuronen senden die Schmerzinformation durch das Rückenmark in das limbische System (der Teil des Gehirn, welcher für die Verarbeitung von Gefühlen zuständig ist). Als Schutzreaktion wird nun durch das Gehirn die Ausschüttung körpereigner Morphine angeregt, d.h. der Organismus erzeugt endogene, körpereigene Analgetika. Dieser Vorgang wird als &amp;amp;quot;neuronale Feedbackschleife&amp;amp;quot; bezeichnet (periphere Schmerzempfindung =&amp;amp;gt; Rückenmark =&amp;amp;gt; limbisches System =&amp;amp;gt; Rückenmark =&amp;amp;gt; Schmerzort).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakodynamik und -kinetik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anknüpfend an die Dynamik endogener Drogen wie den Endorphinen zeigt sich eine ähnliche schmerzstillende Wirkweise bei exogenen Opiaten im menschlichen Körper: Im Gegensatz zu anderen Schmerzmitteln, die lokal wirken, beeinflussen Opiate prinzipiell das Nervensystem. Ein Effekt z.B. des Morphins liegt nicht darin, Schmerz so zu reduzieren, daß er nicht mehr spürbar ist, sondern eine affektive Dynamik zu erzeugen: Schmerzen erscheinen den betroffenen Menschen nun aushaltbarer, erträglicher bzw. ist ihnen gleichgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agonistischen Opiatsubstanzen (z.B. Heroin, Morphin) ahmen die analgetische Dynamik der Endorphin-Botenstoffe nach, während die Opiat-Antagonisten Naltrexon und Naloxon durch die Besetzung der Endorphinrezeptoren die Wirkung exogener Opiate aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiatsubstanzen entfalten Ihre Wirkung als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Analgetikum (schmerzstillend)&lt;br /&gt;
* Sedativum (beruhigend)&lt;br /&gt;
* Anxiolytikum (angstlösend bzw. -hemmend)&lt;br /&gt;
* Euphorikum (euphorisierend).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird auch eine gleichzeitige Körperreaktion provoziert, die sich in Pupillenverengung, Atemdepression (Verengung der Bronchien) und Depression der Darmperistaltik äußert, d.h. eine Verlangsamung bzw. Hemmung der Lungen- und Darmfunktion. Dieser Effekt kann z.B. bei Durchfall oder Bronchialerkrankungen medizinisch erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate beeinflussen nicht nur körperliche Schmerzen positiv, sondern erzeugen auch bei psychischen Schmerzen einen als angenehm empfundenen Entspannungs- oder Euphoriezustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Applikationsformen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate können wie folgt eingenommen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Applikationsform&lt;br /&gt;
!Resorption&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| oral / rektal (Zäpfchen)&lt;br /&gt;
| langsam&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| intravenös (z.B. Heroin, Morphin) &amp;lt;br /&amp;gt;Atemdepression bei Überdosierung&lt;br /&gt;
| innerhalb von Sek./Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Inhalieren rauchen&lt;br /&gt;
| in wenigen Minuten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Anwendung von Morphin z.B. als Periduralanästhesie (PDA), d.h. Rückenmarksbetäubung beim Geburtsvorgang (Kaiserschnitt etc.) und bei Operationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate gelangen in das Gewebe und werden sehr schnell (Heroin in 3-5 Std.) zu Morphin und Kodein metabolisiert. Ca. 3-4 Tage sind Opiatmetaboliten nachweisbar. Testverfahren, z.B. des Urins lassen allerdings keinen Rückschluß auf konkrete Substanzen zu, lediglich daß eine Einnahme von Heroin oder Morphin und/oder Kodein stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toleranz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiatabhängigkeit äußert sich im Verlangen nach der Einnahme höherer Dosen und weist folgende körperliche und psychische Mechanismen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Organismus erhöht die Zahl opiatabbauender Enzyme, so daß um eine spürbare Wirkung zu erzielen, die Dosis ebenfalls erhöht werden muß.&lt;br /&gt;
* Die Empfindlichkeit der Opiatrezeptoren nimmt ab.&lt;br /&gt;
* Eine Kreuztoleranz mit anderen Opiaten (bis zur letalen Dosis) entsteht.&lt;br /&gt;
* Die das Setting und Set betreffende Abhängigkeitsstruktur zeigt sich in einer Verhaltenskonditionierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfahrungen und damit verbundene Gefühle werden mit Hilfe der Opiatwirkung getriggert, d.h. ausgelöst bzw. gegenwärtige (Gruppen-)erlebnisse während der Opiateinnahme prägen Wahrnehmung und Verhalten. Allerdings wird durch die Gewöhnung die Wirkung der Opiate abgeschwächt. Die Speicherung vollzieht sich durch eine spezifische Transmitterkonzentration zum gegenwärtigen Zeitpunkt des Erlebnisses; es folgen neue neuronale Verknüpfungen, die wieder genutzt werden können, d.h. emotionale Erinnerung wird möglich und abrufbar. Die durch Opiate ausgelöste Ekstase verbunden mit den auf das Setting bezogenen Erfahrungen lösen die Motivation aus, den Rausch zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entzug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperlichen und psychischen Konsequenzen des Entzugs werden von den Betroffenen wie folgt erlebt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegenteilige Wirkung der Opiate setzt mit intensiven körperlichen und psychischen Schmerzen ein. Ängste, Depressionen, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folge, aber auch die als &amp;amp;quot;craving&amp;amp;quot; bezeichnete Drogengier sowie Störungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Atemprobleme chrakterisieren den Entzugsprozess. Noch ca. einem halben Jahr lang können Depressionen und das &amp;amp;quot;craving&amp;amp;quot; (protahierte Abstinezsymptome) den entziehenden Menschen begleiten. Soziale Konsequenzen zeigen sich z.B. im Verlust der Bezugsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setbedingte Dispositionen (Persönlichkeitsstruktur eines Menschen) können psychische Abhängigkeiten erleichtern, z.B. wenn eine geringe Frustrationstoleranz, d.h. eine geringere psychische Belastbarkeit bei Konflikten besteht und/ oder die Auseinandersetzung mit (psychischen) Konflikten vermieden wird. Die Aussicht, auf &amp;amp;quot;Knopfdruck&amp;amp;quot; entspannt und glücklich zu sein, kann dann für manche Menschen besonders verlockend erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings zeigt das Beispiel des massiven Konsums von &amp;amp;quot;Prozac&amp;amp;quot;, einem Antidepressiva, in den USA [in Deutschland als &#039;&#039;Fluctin&#039;&#039; auf dem Psychopharmaka-Markt], daß nicht nur das Set eine Auswirkung auf Konsum und Toleranz von Drogen haben kann, sondern auch das Setting, das soziale Umfeld oder die Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychische Probleme gelten nicht als normale Reaktion auf &amp;amp;quot;unnormale&amp;amp;quot;, d.h. belastende Lebenssituationen oder die &amp;amp;quot;Leistungsgesellschaft&amp;amp;quot;, jedoch als unerwünschte Schwäche - es findet eine soziale Stigmatisierung und Pathologisierung statt, die nach einer schnellen und billigen &amp;amp;quot;Lösung&amp;amp;quot; verlangt, z.B. durch &amp;amp;quot;Prozac&amp;amp;quot;: Probleme werden unsichtbar gemacht, Menschen verhalten sich &amp;amp;quot;normal&amp;amp;quot; und angepaßt, Pharmakonzerne verdienen viel Geld am Konsum und der Staat spart an guter psychosozialer Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Entstehung der Sucht]]&lt;br /&gt;
* [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
* [[Kokain]]&lt;br /&gt;
* [[Hallozinogene]]&lt;br /&gt;
* [[Alkohol]]&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Leitlinien Drogen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Opiate&amp;diff=149</id>
		<title>Opiate</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Opiate&amp;diff=149"/>
		<updated>2023-05-19T04:42:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: /* Applikationsformen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Substanzgruppe der Opiate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;image placeholder&amp;quot; original-image-src=&amp;quot;../definition/opiate.gif&amp;quot; original-image-title=&amp;quot;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; width=&amp;quot;372&amp;quot; height=&amp;quot;346&amp;quot;&amp;gt;Substanzgruppe der Opiate&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisch-medizinische Perspektive ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestrebungen europäischer Mediziner im 19. Jahrhundert, die bis dahin beobachteten unerwünschten Nebenwirkungen beim Opium-Gebrauch zu modifizieren und nur die positiven Wirkungen für die Medizin nutzbar zu machen, führten zu einem fortlaufenden Reinigungs- bzw. Synthetisierungsprozess der Schlafmohnsubstanzen, so daß wir heute eine ganze Substanzgruppe der Opiaten vorfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 isolierte ein Apotheker erstmals aus dem Schlafmohn das Morphin, welches bis heute in der Medizin als prototypisch, als das wirksamste Analgetikum, d.h. schmerzstillendes Medikament betrachtet wird. Als weitere Substanz wurde Kodein synthetisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1840 wies der Arzt und Apotheker Levin auf eine mögliche Toleranz, d.h. Abhängigkeit durch Morphineinnahmen hin - er stieß dabei auf großen Widerstand der Ärzteschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts (1898) erreichte die Firma Bayer als weiteren pharmazeutischen Reinigungsschritt die Gewinnung von Heroin als halbsynthetisches Opium, welches unter der Bezeichnung &#039;&#039;Diacetylmorphin&#039;&#039; geführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Methadon, Phentanyl, Polamidon und Bufremorphin u.a. wurde die Schwelle der vollsynthetischen Opiate überschritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entsteht Schmerz? Wirkmechanismus von Schmerz im Gehirn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper registriert einen Schmerzimpuls, welcher über das Rückenmark zum Gehirn weitergeleitet wird. Bei dieser Dynamik spielt sich folgendes ab: Der Schmerzimpuls aktiviert Nervenzellen durch die Freisetzung der Transmitter Glutamat und Subsatnz P. Die nachgeschalteteten Neuronen senden die Schmerzinformation durch das Rückenmark in das limbische System (der Teil des Gehirn, welcher für die Verarbeitung von Gefühlen zuständig ist). Als Schutzreaktion wird nun durch das Gehirn die Ausschüttung körpereigner Morphine angeregt, d.h. der Organismus erzeugt endogene, körpereigene Analgetika. Dieser Vorgang wird als &amp;amp;quot;neuronale Feedbackschleife&amp;amp;quot; bezeichnet (periphere Schmerzempfindung =&amp;amp;gt; Rückenmark =&amp;amp;gt; limbisches System =&amp;amp;gt; Rückenmark =&amp;amp;gt; Schmerzort).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakodynamik und -kinetik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anknüpfend an die Dynamik endogener Drogen wie den Endorphinen zeigt sich eine ähnliche schmerzstillende Wirkweise bei exogenen Opiaten im menschlichen Körper: Im Gegensatz zu anderen Schmerzmitteln, die lokal wirken, beeinflussen Opiate prinzipiell das Nervensystem. Ein Effekt z.B. des Morphins liegt nicht darin, Schmerz so zu reduzieren, daß er nicht mehr spürbar ist, sondern eine affektive Dynamik zu erzeugen: Schmerzen erscheinen den betroffenen Menschen nun aushaltbarer, erträglicher bzw. ist ihnen gleichgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agonistischen Opiatsubstanzen (z.B. Heroin, Morphin) ahmen die analgetische Dynamik der Endorphin-Botenstoffe nach, während die Opiat-Antagonisten Naltrexon und Naloxon durch die Besetzung der Endorphinrezeptoren die Wirkung exogener Opiate aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiatsubstanzen entfalten Ihre Wirkung als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Analgetikum (schmerzstillend)&lt;br /&gt;
* Sedativum (beruhigend)&lt;br /&gt;
* Anxiolytikum (angstlösend bzw. -hemmend)&lt;br /&gt;
* Euphorikum (euphorisierend).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird auch eine gleichzeitige Körperreaktion provoziert, die sich in Pupillenverengung, Atemdepression (Verengung der Bronchien) und Depression der Darmperistaltik äußert, d.h. eine Verlangsamung bzw. Hemmung der Lungen- und Darmfunktion. Dieser Effekt kann z.B. bei Durchfall oder Bronchialerkrankungen medizinisch erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate beeinflussen nicht nur körperliche Schmerzen positiv, sondern erzeugen auch bei psychischen Schmerzen einen als angenehm empfundenen Entspannungs- oder Euphoriezustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Applikationsformen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate können wie folgt eingenommen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Applikationsform&lt;br /&gt;
!Resorption&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| oral / rektal (Zäpfchen)&lt;br /&gt;
| langsam&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| intravenös (z.B. Heroin, Morphin) &amp;lt;br /&amp;gt;Atemdepression bei Überdosierung&lt;br /&gt;
| innerhalb von Sek./Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Inhalieren rauchen&lt;br /&gt;
| in wenigen Minuten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Anwendung von Morphin z.B. als Periduralanästhesie (PDA), d.h. Rückenmarksbetäubung beim Geburtsvorgang (Kaiserschnitt etc.) und bei Operationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate gelangen in das Gewebe und werden sehr schnell (Heroin in 3-5 Std.) zu Morphin und Kodein metabolisiert. Ca. 3-4 Tage sind Opiatmetaboliten nachweisbar. Testverfahren, z.B. des Urins lassen allerdings keinen Rückschluß auf konkrete Substanzen zu, lediglich daß eine Einnahme von Heroin oder Morphin und/oder Kodein stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toleranz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiatabhängigkeit äußert sich im Verlangen nach der Einnahme höherer Dosen und weist folgende körperliche und psychische Mechanismen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Organismus erhöht die Zahl opiatabbauender Enzyme, so daß um eine spürbare Wirkung zu erzielen, die Dosis ebenfalls erhöht werden muß.&lt;br /&gt;
* Die Empfindlichkeit der Opiatrezeptoren nimmt ab.&lt;br /&gt;
* Eine Kreuztoleranz mit anderen Opiaten (bis zur letalen Dosis) entsteht.&lt;br /&gt;
* Die das Setting und Set betreffende Abhängigkeitsstruktur zeigt sich in einer Verhaltenskonditionierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfahrungen und damit verbundene Gefühle werden mit Hilfe der Opiatwirkung getriggert, d.h. ausgelöst bzw. gegenwärtige (Gruppen-)erlebnisse während der Opiateinnahme prägen Wahrnehmung und Verhalten. Allerdings wird durch die Gewöhnung die Wirkung der Opiate abgeschwächt. Die Speicherung vollzieht sich durch eine spezifische Transmitterkonzentration zum gegenwärtigen Zeitpunkt des Erlebnisses; es folgen neue neuronale Verknüpfungen, die wieder genutzt werden können, d.h. emotionale Erinnerung wird möglich und abrufbar. Die durch Opiate ausgelöste Ekstase verbunden mit den auf das Setting bezogenen Erfahrungen lösen die Motivation aus, den Rausch zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entzug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperlichen und psychischen Konsequenzen des Entzugs werden von den Betroffenen wie folgt erlebt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegenteilige Wirkung der Opiate setzt mit intensiven körperlichen und psychischen Schmerzen ein. Ängste, Depressionen, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folge, aber auch die als &amp;amp;quot;craving&amp;amp;quot; bezeichnete Drogengier sowie Störungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Atemprobleme chrakterisieren den Entzugsprozess. Noch ca. einem halben Jahr lang können Depressionen und das &amp;amp;quot;craving&amp;amp;quot; (protahierte Abstinezsymptome) den entziehenden Menschen begleiten. Soziale Konsequenzen zeigen sich z.B. im Verlust der Bezugsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setbedingte Dispositionen (Persönlichkeitsstruktur eines Menschen) können psychische Abhängigkeiten erleichtern, z.B. wenn eine geringe Frustrationstoleranz, d.h. eine geringere psychische Belastbarkeit bei Konflikten besteht und/ oder die Auseinandersetzung mit (psychischen) Konflikten vermieden wird. Die Aussicht, auf &amp;amp;quot;Knopfdruck&amp;amp;quot; entspannt und glücklich zu sein, kann dann für manche Menschen besonders verlockend erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings zeigt das Beispiel des massiven Konsums von &amp;amp;quot;Prozac&amp;amp;quot;, einem Antidepressiva, in den USA [in Deutschland als &#039;&#039;Fluctin&#039;&#039; auf dem Psychopharmaka-Markt], daß nicht nur das Set eine Auswirkung auf Konsum und Toleranz von Drogen haben kann, sondern auch das Setting, das soziale Umfeld oder die Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychische Probleme gelten nicht als normale Reaktion auf &amp;amp;quot;unnormale&amp;amp;quot;, d.h. belastende Lebenssituationen oder die &amp;amp;quot;Leistungsgesellschaft&amp;amp;quot;, jedoch als unerwünschte Schwäche - es findet eine soziale Stigmatisierung und Pathologisierung statt, die nach einer schnellen und billigen &amp;amp;quot;Lösung&amp;amp;quot; verlangt, z.B. durch &amp;amp;quot;Prozac&amp;amp;quot;: Probleme werden unsichtbar gemacht, Menschen verhalten sich &amp;amp;quot;normal&amp;amp;quot; und angepaßt, Pharmakonzerne verdienen viel Geld am Konsum und der Staat spart an guter psychosozialer Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Entstehung der Sucht]]&lt;br /&gt;
* [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
* [[Kokain]]&lt;br /&gt;
* [[Hallozinogene]]&lt;br /&gt;
* [[Alkohol]]&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Leitlinien Drogen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Opiate&amp;diff=148</id>
		<title>Opiate</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Opiate&amp;diff=148"/>
		<updated>2023-05-19T04:40:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: Die Seite wurde neu angelegt: „== Substanzgruppe der Opiate ==  &amp;lt;span class=&amp;quot;image placeholder&amp;quot; original-image-src=&amp;quot;../definition/opiate.gif&amp;quot; original-image-title=&amp;quot;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; width=&amp;quot;372&amp;quot; h…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Substanzgruppe der Opiate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;image placeholder&amp;quot; original-image-src=&amp;quot;../definition/opiate.gif&amp;quot; original-image-title=&amp;quot;&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot; width=&amp;quot;372&amp;quot; height=&amp;quot;346&amp;quot;&amp;gt;Substanzgruppe der Opiate&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisch-medizinische Perspektive ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestrebungen europäischer Mediziner im 19. Jahrhundert, die bis dahin beobachteten unerwünschten Nebenwirkungen beim Opium-Gebrauch zu modifizieren und nur die positiven Wirkungen für die Medizin nutzbar zu machen, führten zu einem fortlaufenden Reinigungs- bzw. Synthetisierungsprozess der Schlafmohnsubstanzen, so daß wir heute eine ganze Substanzgruppe der Opiaten vorfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 isolierte ein Apotheker erstmals aus dem Schlafmohn das Morphin, welches bis heute in der Medizin als prototypisch, als das wirksamste Analgetikum, d.h. schmerzstillendes Medikament betrachtet wird. Als weitere Substanz wurde Kodein synthetisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1840 wies der Arzt und Apotheker Levin auf eine mögliche Toleranz, d.h. Abhängigkeit durch Morphineinnahmen hin - er stieß dabei auf großen Widerstand der Ärzteschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts (1898) erreichte die Firma Bayer als weiteren pharmazeutischen Reinigungsschritt die Gewinnung von Heroin als halbsynthetisches Opium, welches unter der Bezeichnung &#039;&#039;Diacetylmorphin&#039;&#039; geführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Methadon, Phentanyl, Polamidon und Bufremorphin u.a. wurde die Schwelle der vollsynthetischen Opiate überschritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie entsteht Schmerz? Wirkmechanismus von Schmerz im Gehirn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper registriert einen Schmerzimpuls, welcher über das Rückenmark zum Gehirn weitergeleitet wird. Bei dieser Dynamik spielt sich folgendes ab: Der Schmerzimpuls aktiviert Nervenzellen durch die Freisetzung der Transmitter Glutamat und Subsatnz P. Die nachgeschalteteten Neuronen senden die Schmerzinformation durch das Rückenmark in das limbische System (der Teil des Gehirn, welcher für die Verarbeitung von Gefühlen zuständig ist). Als Schutzreaktion wird nun durch das Gehirn die Ausschüttung körpereigner Morphine angeregt, d.h. der Organismus erzeugt endogene, körpereigene Analgetika. Dieser Vorgang wird als &amp;amp;quot;neuronale Feedbackschleife&amp;amp;quot; bezeichnet (periphere Schmerzempfindung =&amp;amp;gt; Rückenmark =&amp;amp;gt; limbisches System =&amp;amp;gt; Rückenmark =&amp;amp;gt; Schmerzort).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakodynamik und -kinetik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anknüpfend an die Dynamik endogener Drogen wie den Endorphinen zeigt sich eine ähnliche schmerzstillende Wirkweise bei exogenen Opiaten im menschlichen Körper: Im Gegensatz zu anderen Schmerzmitteln, die lokal wirken, beeinflussen Opiate prinzipiell das Nervensystem. Ein Effekt z.B. des Morphins liegt nicht darin, Schmerz so zu reduzieren, daß er nicht mehr spürbar ist, sondern eine affektive Dynamik zu erzeugen: Schmerzen erscheinen den betroffenen Menschen nun aushaltbarer, erträglicher bzw. ist ihnen gleichgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agonistischen Opiatsubstanzen (z.B. Heroin, Morphin) ahmen die analgetische Dynamik der Endorphin-Botenstoffe nach, während die Opiat-Antagonisten Naltrexon und Naloxon durch die Besetzung der Endorphinrezeptoren die Wirkung exogener Opiate aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiatsubstanzen entfalten Ihre Wirkung als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Analgetikum (schmerzstillend)&lt;br /&gt;
* Sedativum (beruhigend)&lt;br /&gt;
* Anxiolytikum (angstlösend bzw. -hemmend)&lt;br /&gt;
* Euphorikum (euphorisierend).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird auch eine gleichzeitige Körperreaktion provoziert, die sich in Pupillenverengung, Atemdepression (Verengung der Bronchien) und Depression der Darmperistaltik äußert, d.h. eine Verlangsamung bzw. Hemmung der Lungen- und Darmfunktion. Dieser Effekt kann z.B. bei Durchfall oder Bronchialerkrankungen medizinisch erwünscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate beeinflussen nicht nur körperliche Schmerzen positiv, sondern erzeugen auch bei psychischen Schmerzen einen als angenehm empfundenen Entspannungs- oder Euphoriezustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Applikationsformen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate können wie folgt eingenommen werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;50%&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;Applikationsform&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;50%&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;Resorption&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| oral / rektal (Zäpfchen)&lt;br /&gt;
| langsam&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| intravenös (z.B. Heroin, Morphin) Atemdepression bei Überdosierung&lt;br /&gt;
| innerhalb von Sek./Min.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Inhalieren rauchen&lt;br /&gt;
| in wenigen Minuten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Anwendung von Morphin z.B. als Periduralanästhesie (PDA), d.h. Rückenmarksbetäubung beim Geburtsvorgang (Kaiserschnitt etc.) und bei Operationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiate gelangen in das Gewebe und werden sehr schnell (Heroin in 3-5 Std.) zu Morphin und Kodein metabolisiert. Ca. 3-4 Tage sind Opiatmetaboliten nachweisbar. Testverfahren, z.B. des Urins lassen allerdings keinen Rückschluß auf konkrete Substanzen zu, lediglich daß eine Einnahme von Heroin oder Morphin und/oder Kodein stattgefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toleranz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opiatabhängigkeit äußert sich im Verlangen nach der Einnahme höherer Dosen und weist folgende körperliche und psychische Mechanismen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Organismus erhöht die Zahl opiatabbauender Enzyme, so daß um eine spürbare Wirkung zu erzielen, die Dosis ebenfalls erhöht werden muß.&lt;br /&gt;
* Die Empfindlichkeit der Opiatrezeptoren nimmt ab.&lt;br /&gt;
* Eine Kreuztoleranz mit anderen Opiaten (bis zur letalen Dosis) entsteht.&lt;br /&gt;
* Die das Setting und Set betreffende Abhängigkeitsstruktur zeigt sich in einer Verhaltenskonditionierung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfahrungen und damit verbundene Gefühle werden mit Hilfe der Opiatwirkung getriggert, d.h. ausgelöst bzw. gegenwärtige (Gruppen-)erlebnisse während der Opiateinnahme prägen Wahrnehmung und Verhalten. Allerdings wird durch die Gewöhnung die Wirkung der Opiate abgeschwächt. Die Speicherung vollzieht sich durch eine spezifische Transmitterkonzentration zum gegenwärtigen Zeitpunkt des Erlebnisses; es folgen neue neuronale Verknüpfungen, die wieder genutzt werden können, d.h. emotionale Erinnerung wird möglich und abrufbar. Die durch Opiate ausgelöste Ekstase verbunden mit den auf das Setting bezogenen Erfahrungen lösen die Motivation aus, den Rausch zu wiederholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entzug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperlichen und psychischen Konsequenzen des Entzugs werden von den Betroffenen wie folgt erlebt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gegenteilige Wirkung der Opiate setzt mit intensiven körperlichen und psychischen Schmerzen ein. Ängste, Depressionen, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folge, aber auch die als &amp;amp;quot;craving&amp;amp;quot; bezeichnete Drogengier sowie Störungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Atemprobleme chrakterisieren den Entzugsprozess. Noch ca. einem halben Jahr lang können Depressionen und das &amp;amp;quot;craving&amp;amp;quot; (protahierte Abstinezsymptome) den entziehenden Menschen begleiten. Soziale Konsequenzen zeigen sich z.B. im Verlust der Bezugsgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematisierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setbedingte Dispositionen (Persönlichkeitsstruktur eines Menschen) können psychische Abhängigkeiten erleichtern, z.B. wenn eine geringe Frustrationstoleranz, d.h. eine geringere psychische Belastbarkeit bei Konflikten besteht und/ oder die Auseinandersetzung mit (psychischen) Konflikten vermieden wird. Die Aussicht, auf &amp;amp;quot;Knopfdruck&amp;amp;quot; entspannt und glücklich zu sein, kann dann für manche Menschen besonders verlockend erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings zeigt das Beispiel des massiven Konsums von &amp;amp;quot;Prozac&amp;amp;quot;, einem Antidepressiva, in den USA [in Deutschland als &#039;&#039;Fluctin&#039;&#039; auf dem Psychopharmaka-Markt], daß nicht nur das Set eine Auswirkung auf Konsum und Toleranz von Drogen haben kann, sondern auch das Setting, das soziale Umfeld oder die Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychische Probleme gelten nicht als normale Reaktion auf &amp;amp;quot;unnormale&amp;amp;quot;, d.h. belastende Lebenssituationen oder die &amp;amp;quot;Leistungsgesellschaft&amp;amp;quot;, jedoch als unerwünschte Schwäche - es findet eine soziale Stigmatisierung und Pathologisierung statt, die nach einer schnellen und billigen &amp;amp;quot;Lösung&amp;amp;quot; verlangt, z.B. durch &amp;amp;quot;Prozac&amp;amp;quot;: Probleme werden unsichtbar gemacht, Menschen verhalten sich &amp;amp;quot;normal&amp;amp;quot; und angepaßt, Pharmakonzerne verdienen viel Geld am Konsum und der Staat spart an guter psychosozialer Unterstützung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Entstehung der Sucht]]&lt;br /&gt;
* [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
* [[Kokain]]&lt;br /&gt;
* [[Hallozinogene]]&lt;br /&gt;
* [[Alkohol]]&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Leitlinien Drogen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Entstehung_der_Sucht&amp;diff=147</id>
		<title>Entstehung der Sucht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Entstehung_der_Sucht&amp;diff=147"/>
		<updated>2023-05-19T04:21:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gleichgültig ob uns Sinneswahrnehmungen, Verhaltensweisen, Erlebnisse oder Drogen Glücksgefühle vermitteln ohne die neuronalen Belohnungssysteme in unserem Gehirn läuft nichts. Deren Existenz entdeckten bereits 1954 die amerikanischen Neurowissenschaftler James Olds und Peter Milner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie setzten eine kleine Elektroden in das Gehirn von Ratten, welches sie darüber elektrisch reizten. Den Tieren war die Stimulation so angenehm, dass sie sich ständig an den Orten aufhielten, an denen die Wissenschaftler die Stimulation üblicherweise einschalteten. Sie lernten sehr schnell, einen Hebel zu drücken, um sich ihr Glücks- Stimulationen selbst zu verabreichen. Schon bald fanden die Ratten heraus das je öfters sie den Schalter drücken sie mehr und mehr der Portion Glück bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Suchtgedächtnis war gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftler gingen allerdings noch zwei Schritte weiter. Zum einen legten sie ein Gitter, welches mit Strom geladen war, zwischen Ratte und ihrem Glücksknopf zum auslösen der Stimulation. Jede normale Ratte verweigerte, egal was man ihr anbot, den Weg über das Gitter, denn die Stromstösse durch das Gitter waren asserst schmerzhaft. Nicht so die Ratte mit der Elektrode im Belohnungssystem. Sie nahm ohne weiteres die Tortour der schmerzhaften Stromstösse, die durch das Gitter beim hinüberlaufen ausgelöst worden, in Kauf um an ihren geliebten Schalter zu kommen und sich die erforderliche Portion Glück zu verabreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Schritt gingen die Wissenschaftler noch ein Stück weiter und pflanzten eine solche Elektrode einer weiblichen Versuchsperson in das Belohnungszentrum ein. Natürlich mit ihrem Einverständnis. Diese Patientin war schwerst depressiv und wurde mehr oder weniger von den Ärzten aufgegeben. Zumindest war ihr in üblicher Weise nicht zu helfen. Welch Wunder, bereits bei der ersten Reizung fing die Patientin an zu lachen. Doch ähnlich wie die Ratten verlanget nun auch die Patientin eine immer öftere und längere Reizung und wurde aggressiv sobald sie diese nicht bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im wesentlichen besteht das Belohnungssystem aus drei Elementen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem so genannten Nucleus accumbens, einem Teil des für Emotionen zuständigen limbischen Systems,&lt;br /&gt;
* dem ventralen tegmentalen Areal im Mittelhirn sowie&lt;br /&gt;
* den hinter der Stirn liegenden (präfrontalen) Regionen der Großhirnrinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei spielt der Nucleus accumbens eine Schlüsselrolle. Man könnte ihn auch als zentrale Schaltstelle des Belohnungssystems bezeichnen. Er enthält Nervenzellen, die den Überträgerstoff Dopamin zur Signalübermittlung verwenden. Diese Substanz ist vor allem dafür verantwortlich, dass man immer wieder Situationen anstrebt, die Glücksgefühle hervorrufen. Damit stellt Dopamin eine Art chemischen Hauptschalter des Begehrens und ein wichtiges Element bei der Entstehung von Sucht dar: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchtstoffe wie [[Kokain]], Heroin, [[Ecstasy]], [[Opiate]], etc. setzen im Belohnungssystem vermehrt Dopamin frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dopamidensystem erhält alledings Schützenhilfe von anderen Botenstoffen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;den körpereigenen Opioiden und den Cannabinoiden. Sowohl Opiatdrogen wie Opium oder Morphium als auch körpereigene Opioide wie etwa Endorphine binden im Nucleus accumbens an so genannte Opiatrezeptoren. In der Großhirnrinde vermitteln Opioide Genussgefühle bis hin zum Rausch. Untersuchungen an Bungee-Springern ergaben, dass das Glücksgefühl während und unmittelbar nach dem Sprung mit einem 200fachen Anstieg von Beta-Endorphinen einhergeht. Auch Suchtstoffe wie Kokain beeinflussen die körpereigenen Opioide. Die Drogen führen über die zusätzliche Dopaminfreisetzung in einem zweiten Schritt zu mehr Endorphinen im Belohnungssystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das körpereigene Cannabinoidsystem wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt. Cannabinoide sind die wirksamen Substanzen (THC) im Haschisch und Marihuana. Sie docken an spezifische Rezeptormoleküle an und führen so zur vermehrten Freisetzung von Dopamin im Belohnungssystem. Wie die Opiatrezeptoren binden auch die Cannabinoidrezeptoren körpereigene Substanzen. Es handelt sich dabei um so genannte Anandamide, das sind ungesättigte Fettsäuren, die aus den Zellmembranen der Neuronen freigesetzt werden. Erst kürzlich entdeckten Giovanni Marsicano und Beat Lutz vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, dass diese Stoffe beim Vergessen von traumatischen Erlebnissen eine entscheidende Rolle spielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist es nicht verwunderlich das zum Bsp. in Holland Traumatherapien mit unterstützendem THC-Konsum durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die verschiedenen Neurotransmittersysteme im zentralen Nervensystem allerdings ineinander greifen und Glücksgefühle hervorrufen, ist jedoch noch weitgehend unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sucht, egal welche führt also zu Gewöhnung und im Umkehrschluss zu Entzugserscheinungen. Dies ist nicht nur deutlich zu sehen bei der Einnahme von chemischen Drogen, sondern auch in einer [[Borderline-Beziehung]]. Und hier nicht nur beim Partner sondern auch bei der [[Borderlinepersönlichkeit]] selbst. Es besteht kein Unterschied, dem dem Belohnungssystem ist es egal welche Droge es verpasst bekommt, zu Einnahme von [[Chemischen Drogen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einnahme chemischer Drogen ist das Glück meist nur von kurzer Dauer. Kaum lässt die Wirkung der Substanz nach, sinkt die Stimmung rapide. Der Konsument fühlt sich dann niedergeschlagen, tieftraurig, erleidet seelische Schmerzen was zum erneuten Griff zur Droge führt. Bei langjährigem Drogenmissbrauch stumpfen jedoch die neuronalen Schaltkreise des Belohnungssystems mehr und mehr ab, so das immer höhere Dosen genommen werden müssen um die gewünschten euphorische Wirkung erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann dient die Drogeneinnahme nur noch dazu, die oft schweren physischen, wie auch psychischen Entzugssymptome zu vermeiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleiches gilt bezogen auf die Borderline-Beziehung. Irgendwann ist der Partner an dem Punkt das er versucht diese &amp;amp;quot;Droge&amp;amp;quot;, genannt Borderliner, die ihn tötet, sich einzuverleiben um den quälenden psychsichen (die auch körperlich wahrgenommen werden) Schmerzen zu entgehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belohnung, bzw. das Merken der Belohnung vom Belohnungssystem (Ausbildung neuronaler Netzwerke), besitzt also einen entscheidenden Moment der ursprünglichen Motivation. Ist die [[../definition/definitionen.html#assoziation|Assoziation]] zwischen bedingtem Reiz und Reaktion einmal hergestellt, so entsteht bei Wiederholung der Belohnung eine Wiederverstärkung der bedingten Reaktion (Konditionierung). Deren Ausbleiben allerdings über einen bestimmten Zeitraum hinweg führt zur Auslöschung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Greifen wir hierzu noch einmal die Ausführungen von H. Deutsch, amerikanisch - östereichische Psychoanalytikern und Freud-Schülerin, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iherer Meinung nach entspring das Streben nach Glück immer einer mangelnden Befriedigung. Wie wir anhand der obigen Ausführungen sehen ist das durchaus richtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommenes Glück, welches natürlich irrelevant ist, würde zum Stillstand führen und warum sollte der Mensch dann noch etwas verändern? Viele Menschen empfinden nach schweren Belastungen, Phasen des Unglücks oder seelischen Schmerzes besonders intensiv das Gefühl des Glücks. Glücklichsein ist immer ein Kontrasterleben und entspringt dem Auf und Ab des des Lebens. Besonders zeigt sich diese Eigenschaft des Glücks in der menschlichen Sexualität (wenn man sich liebt). Wie im Zeitraffer spiegelt der Zyklus sexueller Lust, Erregung, Orgasmus und Sättigung das menschliche Streben nach Glück wieder. Das sexuelle Glück erschöpft sich aber sobald es eintritt. Die Philosophie sagt das die höchste Erfüllung gleichzeitig ihr Ende bedeutet und Aphatie und Leere Platz macht um dann wieder nach Erfüllung zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glück, das vom Zufall geschenkt wird und Glück, das wir unabhängig von äuße­ren Umständen empfinden. Während die deutsche Sprache diese zwei Begriffe für Glück (gleiche Sprachwurzel wie: gelingen) in sich vereint, haben manche Sprachen zwei unterschiedliche Wörter ge­prägt (im englischen luck und happiness, im französischem fortune und bonheur).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schicksalhaftes Glück, wie einen Lottogewinn, können wir nicht erzwingen und ist selten von Dauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das andere, das innere Glück, aber lässt sich tatsächlich beeinflussen und sogar erlernen. Auf der ganzen Welt suchen Wissenschaftler nach solchen Wegen zum Glück. Besonders zahlreich sind die Glücksforscher in den USA, vielleicht weil »the pursuit of happiness« (das Streben nach Glück) in der amerikanischen Verfassung als Grundrecht eines jeden Amerikaners verankert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihatyi, Psychologieprofessor an der Uni Chicago und Direktor des Quality of Life Research Center, hat eine der wichtigsten aktuellen Theorien über das Erlangen von Glück entwickelt, die &amp;amp;quot;Flow-Theorie&amp;amp;quot;. Seinen jahrzehntelangen Beobachtungen zufolge erleben alle Menschen am zuverlässigsten Glück, wenn sie in einer Tätigkeit &amp;amp;quot;aufgehen&amp;amp;quot;. Er nannte diesen Zustand selbstvergessener Aktivität: Flow. Wenn wir im Flow (im Fluss) sind, kommen Fühlen, Wollen und Denken in Harmonie. Typisch für den Zustand ist, das wir die Zeit vergessen; wir hinterfragen nicht, was wir tun, wir fühlen uns nicht unter Zwang oder Druck, wir grübeln nicht, sondern vergessen alles um uns herum. Die Tätigkeit erfordert Konzentration, ist aber mit einem Gefühl von Mühelosigkeit verbunden. Natürlich erleben Menschen den Flow auch im Beruf, wenn sie ihre Arbeit lieben, besonders leicht aber kommen sie in diesen Glückszustand, wenn sie spielen, Sport treiben, im Garten arbeiten oder einem Hobby nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun das sind nicht unbedingt neue Erkenntnisse, doch fassen sie kurz zusammen was viele Menschen der heutigen Zeit vergessen. Viele Menschen suchen heute das Glück weniger im Tun als im passiven Konsumieren und da ist es schwer zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heisst das nun übersetzt? Fangen Sie wieder an zu spielen, Ihren Hobbys nachzugehen. Sein sie wieder Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Menschen entwickeln Denkmuster mit denen sie ihr Leben bewerten. dort liegen die Wurzeln für Glück und Unglück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu drei Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unglückliche Menschen betrachten schwierige Lebensphasen grundsätzlich als endgültig. (Ich bin am Ende, ich kann nicht mehr, etc.). Umgekehrt fällt allerdings die Reaktion auf angenehme Ereignisse aus. ([[Borderline-Störung]]). Pessimisten betrachten angenehme Ereignisse bestenfalls als glückliche Zufälle. Glückliche fühlen sich in ihrer optimistischen Haltung bestätigt.&lt;br /&gt;
* Unglückliche Menschen generalisieren Fehlschläge in ihrem Leben. (ich habe kein glück in der Liebe), glückliche dagegen sagen &amp;amp;quot;ich hatte kein Glück bei dieser Frau/Mann&amp;amp;quot;&lt;br /&gt;
* Pessimisten geben grundsätzlich sich selbst die Schuld, wenn etwas schief läuft. Optimisten suchen die Gründe für Fehlschläge erst einmal in den Umständen, die zum Misserfolg geführt haben um sie dann korrigieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergo: durch die innere Einstellung, durch meine Gedanken (die Macht der Gedanken) bestimme ich zu einem sehr großen Teil meinen biochemischen &amp;amp;quot;Glücks&amp;amp;quot;-Stoffwechsel, ich bestimme die Einstellung zu einer Sache und ob ich mir, wie oben erwähnt, von aussen beeinflussbares (schicksalhaftes) Glück &amp;amp;quot;suche&amp;amp;quot; oder das beständige Glück in mir finde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* [[Persönlickeitsstörung]]&lt;br /&gt;
* [[Liebe und Hass]]&lt;br /&gt;
* [[Die Biochemie des Gehirns]]&lt;br /&gt;
* [[Schlaf &amp;amp;amp; Traum]]&lt;br /&gt;
* [[Derpression]]&lt;br /&gt;
* [[Trauma und postraumatisches Belastungssyndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Dissoziation]]&lt;br /&gt;
* [[Esstörungen]]&lt;br /&gt;
* [[Was ist ADS / ADHS Einleitung]]&lt;br /&gt;
* [[Angststörungen]]&lt;br /&gt;
* [[Therapieformen]]&lt;br /&gt;
* [[ICD-10]]&lt;br /&gt;
* [[DSM-IV]]&lt;br /&gt;
* [[Begriffsdefinitionen]]&lt;br /&gt;
* [[Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Selbsthilfe]]&lt;br /&gt;
* [[Tal der Tränen]]&lt;br /&gt;
* [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
* [[Kokain]]&lt;br /&gt;
* [[Hallozinogene]]&lt;br /&gt;
* [[Opiate]]&lt;br /&gt;
* [[Alkohol]]&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Leitlinien Drogen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Entstehung_der_Sucht&amp;diff=146</id>
		<title>Entstehung der Sucht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.borderline-zone.org/index.php?title=Entstehung_der_Sucht&amp;diff=146"/>
		<updated>2023-05-19T04:20:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Petervatter tw8gj87k: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entstehung der Sucht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;    Gleichgültig ob uns Sinneswahrnehmungen, Verhaltensweisen, Erlebnisse oder Drogen Glücksgefühle vermitteln ohne die neuronale…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Entstehung der Sucht&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gleichgültig ob uns Sinneswahrnehmungen, Verhaltensweisen, Erlebnisse oder Drogen Glücksgefühle vermitteln ohne die neuronalen Belohnungssysteme in unserem Gehirn läuft nichts. Deren Existenz entdeckten bereits 1954 die amerikanischen Neurowissenschaftler James Olds und Peter Milner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie setzten eine kleine Elektroden in das Gehirn von Ratten, welches sie darüber elektrisch reizten. Den Tieren war die Stimulation so angenehm, dass sie sich ständig an den Orten aufhielten, an denen die Wissenschaftler die Stimulation üblicherweise einschalteten. Sie lernten sehr schnell, einen Hebel zu drücken, um sich ihr Glücks- Stimulationen selbst zu verabreichen. Schon bald fanden die Ratten heraus das je öfters sie den Schalter drücken sie mehr und mehr der Portion Glück bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Suchtgedächtnis war gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftler gingen allerdings noch zwei Schritte weiter. Zum einen legten sie ein Gitter, welches mit Strom geladen war, zwischen Ratte und ihrem Glücksknopf zum auslösen der Stimulation. Jede normale Ratte verweigerte, egal was man ihr anbot, den Weg über das Gitter, denn die Stromstösse durch das Gitter waren asserst schmerzhaft. Nicht so die Ratte mit der Elektrode im Belohnungssystem. Sie nahm ohne weiteres die Tortour der schmerzhaften Stromstösse, die durch das Gitter beim hinüberlaufen ausgelöst worden, in Kauf um an ihren geliebten Schalter zu kommen und sich die erforderliche Portion Glück zu verabreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Schritt gingen die Wissenschaftler noch ein Stück weiter und pflanzten eine solche Elektrode einer weiblichen Versuchsperson in das Belohnungszentrum ein. Natürlich mit ihrem Einverständnis. Diese Patientin war schwerst depressiv und wurde mehr oder weniger von den Ärzten aufgegeben. Zumindest war ihr in üblicher Weise nicht zu helfen. Welch Wunder, bereits bei der ersten Reizung fing die Patientin an zu lachen. Doch ähnlich wie die Ratten verlanget nun auch die Patientin eine immer öftere und längere Reizung und wurde aggressiv sobald sie diese nicht bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im wesentlichen besteht das Belohnungssystem aus drei Elementen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* dem so genannten Nucleus accumbens, einem Teil des für Emotionen zuständigen limbischen Systems,&lt;br /&gt;
* dem ventralen tegmentalen Areal im Mittelhirn sowie&lt;br /&gt;
* den hinter der Stirn liegenden (präfrontalen) Regionen der Großhirnrinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei spielt der Nucleus accumbens eine Schlüsselrolle. Man könnte ihn auch als zentrale Schaltstelle des Belohnungssystems bezeichnen. Er enthält Nervenzellen, die den Überträgerstoff Dopamin zur Signalübermittlung verwenden. Diese Substanz ist vor allem dafür verantwortlich, dass man immer wieder Situationen anstrebt, die Glücksgefühle hervorrufen. Damit stellt Dopamin eine Art chemischen Hauptschalter des Begehrens und ein wichtiges Element bei der Entstehung von Sucht dar: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchtstoffe wie [[Kokain]], Heroin, [[Ecstasy]], [[Opiate]], etc. setzen im Belohnungssystem vermehrt Dopamin frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dopamidensystem erhält alledings Schützenhilfe von anderen Botenstoffen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;den körpereigenen Opioiden und den Cannabinoiden. Sowohl Opiatdrogen wie Opium oder Morphium als auch körpereigene Opioide wie etwa Endorphine binden im Nucleus accumbens an so genannte Opiatrezeptoren. In der Großhirnrinde vermitteln Opioide Genussgefühle bis hin zum Rausch. Untersuchungen an Bungee-Springern ergaben, dass das Glücksgefühl während und unmittelbar nach dem Sprung mit einem 200fachen Anstieg von Beta-Endorphinen einhergeht. Auch Suchtstoffe wie Kokain beeinflussen die körpereigenen Opioide. Die Drogen führen über die zusätzliche Dopaminfreisetzung in einem zweiten Schritt zu mehr Endorphinen im Belohnungssystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das körpereigene Cannabinoidsystem wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt. Cannabinoide sind die wirksamen Substanzen (THC) im Haschisch und Marihuana. Sie docken an spezifische Rezeptormoleküle an und führen so zur vermehrten Freisetzung von Dopamin im Belohnungssystem. Wie die Opiatrezeptoren binden auch die Cannabinoidrezeptoren körpereigene Substanzen. Es handelt sich dabei um so genannte Anandamide, das sind ungesättigte Fettsäuren, die aus den Zellmembranen der Neuronen freigesetzt werden. Erst kürzlich entdeckten Giovanni Marsicano und Beat Lutz vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, dass diese Stoffe beim Vergessen von traumatischen Erlebnissen eine entscheidende Rolle spielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist es nicht verwunderlich das zum Bsp. in Holland Traumatherapien mit unterstützendem THC-Konsum durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die verschiedenen Neurotransmittersysteme im zentralen Nervensystem allerdings ineinander greifen und Glücksgefühle hervorrufen, ist jedoch noch weitgehend unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sucht, egal welche führt also zu Gewöhnung und im Umkehrschluss zu Entzugserscheinungen. Dies ist nicht nur deutlich zu sehen bei der Einnahme von chemischen Drogen, sondern auch in einer [[Borderline-Beziehung]]. Und hier nicht nur beim Partner sondern auch bei der [[Borderlinepersönlichkeit]] selbst. Es besteht kein Unterschied, dem dem Belohnungssystem ist es egal welche Droge es verpasst bekommt, zu Einnahme von [[Chemischen Drogen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einnahme chemischer Drogen ist das Glück meist nur von kurzer Dauer. Kaum lässt die Wirkung der Substanz nach, sinkt die Stimmung rapide. Der Konsument fühlt sich dann niedergeschlagen, tieftraurig, erleidet seelische Schmerzen was zum erneuten Griff zur Droge führt. Bei langjährigem Drogenmissbrauch stumpfen jedoch die neuronalen Schaltkreise des Belohnungssystems mehr und mehr ab, so das immer höhere Dosen genommen werden müssen um die gewünschten euphorische Wirkung erzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann dient die Drogeneinnahme nur noch dazu, die oft schweren physischen, wie auch psychischen Entzugssymptome zu vermeiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleiches gilt bezogen auf die Borderline-Beziehung. Irgendwann ist der Partner an dem Punkt das er versucht diese &amp;amp;quot;Droge&amp;amp;quot;, genannt Borderliner, die ihn tötet, sich einzuverleiben um den quälenden psychsichen (die auch körperlich wahrgenommen werden) Schmerzen zu entgehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belohnung, bzw. das Merken der Belohnung vom Belohnungssystem (Ausbildung neuronaler Netzwerke), besitzt also einen entscheidenden Moment der ursprünglichen Motivation. Ist die [[../definition/definitionen.html#assoziation|Assoziation]] zwischen bedingtem Reiz und Reaktion einmal hergestellt, so entsteht bei Wiederholung der Belohnung eine Wiederverstärkung der bedingten Reaktion (Konditionierung). Deren Ausbleiben allerdings über einen bestimmten Zeitraum hinweg führt zur Auslöschung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Greifen wir hierzu noch einmal die Ausführungen von H. Deutsch, amerikanisch - östereichische Psychoanalytikern und Freud-Schülerin, auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iherer Meinung nach entspring das Streben nach Glück immer einer mangelnden Befriedigung. Wie wir anhand der obigen Ausführungen sehen ist das durchaus richtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollkommenes Glück, welches natürlich irrelevant ist, würde zum Stillstand führen und warum sollte der Mensch dann noch etwas verändern? Viele Menschen empfinden nach schweren Belastungen, Phasen des Unglücks oder seelischen Schmerzes besonders intensiv das Gefühl des Glücks. Glücklichsein ist immer ein Kontrasterleben und entspringt dem Auf und Ab des des Lebens. Besonders zeigt sich diese Eigenschaft des Glücks in der menschlichen Sexualität (wenn man sich liebt). Wie im Zeitraffer spiegelt der Zyklus sexueller Lust, Erregung, Orgasmus und Sättigung das menschliche Streben nach Glück wieder. Das sexuelle Glück erschöpft sich aber sobald es eintritt. Die Philosophie sagt das die höchste Erfüllung gleichzeitig ihr Ende bedeutet und Aphatie und Leere Platz macht um dann wieder nach Erfüllung zu streben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glück, das vom Zufall geschenkt wird und Glück, das wir unabhängig von äuße­ren Umständen empfinden. Während die deutsche Sprache diese zwei Begriffe für Glück (gleiche Sprachwurzel wie: gelingen) in sich vereint, haben manche Sprachen zwei unterschiedliche Wörter ge­prägt (im englischen luck und happiness, im französischem fortune und bonheur).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schicksalhaftes Glück, wie einen Lottogewinn, können wir nicht erzwingen und ist selten von Dauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das andere, das innere Glück, aber lässt sich tatsächlich beeinflussen und sogar erlernen. Auf der ganzen Welt suchen Wissenschaftler nach solchen Wegen zum Glück. Besonders zahlreich sind die Glücksforscher in den USA, vielleicht weil »the pursuit of happiness« (das Streben nach Glück) in der amerikanischen Verfassung als Grundrecht eines jeden Amerikaners verankert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihatyi, Psychologieprofessor an der Uni Chicago und Direktor des Quality of Life Research Center, hat eine der wichtigsten aktuellen Theorien über das Erlangen von Glück entwickelt, die &amp;amp;quot;Flow-Theorie&amp;amp;quot;. Seinen jahrzehntelangen Beobachtungen zufolge erleben alle Menschen am zuverlässigsten Glück, wenn sie in einer Tätigkeit &amp;amp;quot;aufgehen&amp;amp;quot;. Er nannte diesen Zustand selbstvergessener Aktivität: Flow. Wenn wir im Flow (im Fluss) sind, kommen Fühlen, Wollen und Denken in Harmonie. Typisch für den Zustand ist, das wir die Zeit vergessen; wir hinterfragen nicht, was wir tun, wir fühlen uns nicht unter Zwang oder Druck, wir grübeln nicht, sondern vergessen alles um uns herum. Die Tätigkeit erfordert Konzentration, ist aber mit einem Gefühl von Mühelosigkeit verbunden. Natürlich erleben Menschen den Flow auch im Beruf, wenn sie ihre Arbeit lieben, besonders leicht aber kommen sie in diesen Glückszustand, wenn sie spielen, Sport treiben, im Garten arbeiten oder einem Hobby nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun das sind nicht unbedingt neue Erkenntnisse, doch fassen sie kurz zusammen was viele Menschen der heutigen Zeit vergessen. Viele Menschen suchen heute das Glück weniger im Tun als im passiven Konsumieren und da ist es schwer zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heisst das nun übersetzt? Fangen Sie wieder an zu spielen, Ihren Hobbys nachzugehen. Sein sie wieder Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Menschen entwickeln Denkmuster mit denen sie ihr Leben bewerten. dort liegen die Wurzeln für Glück und Unglück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu drei Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Unglückliche Menschen betrachten schwierige Lebensphasen grundsätzlich als endgültig. (Ich bin am Ende, ich kann nicht mehr, etc.). Umgekehrt fällt allerdings die Reaktion auf angenehme Ereignisse aus. ([[Borderline-Störung]]). Pessimisten betrachten angenehme Ereignisse bestenfalls als glückliche Zufälle. Glückliche fühlen sich in ihrer optimistischen Haltung bestätigt.&lt;br /&gt;
* Unglückliche Menschen generalisieren Fehlschläge in ihrem Leben. (ich habe kein glück in der Liebe), glückliche dagegen sagen &amp;amp;quot;ich hatte kein Glück bei dieser Frau/Mann&amp;amp;quot;&lt;br /&gt;
* Pessimisten geben grundsätzlich sich selbst die Schuld, wenn etwas schief läuft. Optimisten suchen die Gründe für Fehlschläge erst einmal in den Umständen, die zum Misserfolg geführt haben um sie dann korrigieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergo: durch die innere Einstellung, durch meine Gedanken (die Macht der Gedanken) bestimme ich zu einem sehr großen Teil meinen biochemischen &amp;amp;quot;Glücks&amp;amp;quot;-Stoffwechsel, ich bestimme die Einstellung zu einer Sache und ob ich mir, wie oben erwähnt, von aussen beeinflussbares (schicksalhaftes) Glück &amp;amp;quot;suche&amp;amp;quot; oder das beständige Glück in mir finde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Informationen ==&lt;br /&gt;
* [[Persönlickeitsstörung]]&lt;br /&gt;
* [[Liebe und Hass]]&lt;br /&gt;
* [[Die Biochemie des Gehirns]]&lt;br /&gt;
* [[Schlaf &amp;amp;amp; Traum]]&lt;br /&gt;
* [[Derpression]]&lt;br /&gt;
* [[Trauma und postraumatisches Belastungssyndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Dissoziation]]&lt;br /&gt;
* [[Esstörungen]]&lt;br /&gt;
* [[Was ist ADS / ADHS Einleitung]]&lt;br /&gt;
* [[Angststörungen]]&lt;br /&gt;
* [[Therapieformen]]&lt;br /&gt;
* [[ICD-10]]&lt;br /&gt;
* [[DSM-IV]]&lt;br /&gt;
* [[Begriffsdefinitionen]]&lt;br /&gt;
* [[Drogen]]&lt;br /&gt;
* [[Selbsthilfe]]&lt;br /&gt;
* [[Tal der Tränen]]&lt;br /&gt;
* [[Amphetamine]]&lt;br /&gt;
* [[Kokain]]&lt;br /&gt;
* [[Hallozinogene]]&lt;br /&gt;
* [[Opiate]]&lt;br /&gt;
* [[Alkohol]]&lt;br /&gt;
* [[Medizinische Leitlinien Drogen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Petervatter tw8gj87k</name></author>
	</entry>
</feed>